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Aktualisiert vor 39 Minuten.

Prof. Dr. Uwe Meiners
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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Cloppenburg

Rund 60 Kunden von „Geo-Reisen“ betroffen

24.09.2019

Cloppenburg Wie wirkt sich der Insolvenzantrag der britischen Thomas-Cook-Group als zweitgrößtem Reiseveranstalter Europas auf die Reisebüros vor Ort aus? Die NWZ hat Carsten von Hammel, Inhaber des Cloppenburger Reisebüros „Geo-Reisen“ kontaktiert – das Gespräch kam am Montagmittag zustande, während von Hammel auf dem Flughafen Moskau-Domodedowo auf seinen Rückflug nach Deutschland wartete. Er hatte in Moskau seit Donnerstag an einer internationalen Reise-Fachtagung teilgenommen.

„Meine Mitarbeiterinnen haben bereits zu den Kunden im Zielgebiet und zu denjenigen, deren Reise bald ansteht, Kontakt aufgenommen“, berichtete von Hammel. Er selbst habe zuvor rasch eine Liste mit den Betroffenen zusammengestellt – es handelt sich allein in seinem Reisebüro um insgesamt 60 Buchungen. Man bemühe sich intensiv darum, die Interessen der Kunden zu schützen.

Die ehedem nicht einfache Situation werde – so von Hammel – dadurch erschwert, dass zwar die Thomas-Cook-Group Insolvenz angemeldet habe, die unter diesem Dach liegenden GmbHs aber eben noch nicht. Obwohl z.B. Neckermann Reisen oder Öger Tours als Marken der Thomas-Cook-Touristik GmbH nicht unmittelbar von der Insolvenz der Thomas-Cook-Group betroffen sind, haben diese Unternehmen auf ihrer Homepage neben dem Impressum nur noch eine Erklärung u.a. mit dem Wortlaut „Jeglicher Verkauf von Reisen ist gestoppt“.

Zudem sieht sich die Thomas Cook GmbH gezwungen, auf Notgeschäftsführung umzustellen. Die Durchführung von Reisen mit Abreisedatum 23. und 24. September könne nicht gewährleistet werden, heißt es auf der Thomas-Cook-Homepage.

Außerdem – so von Hammel am Montagmittag – stehe die EDV bei Thomas Cook. Die deutschen Thomas-Cook-Töchter Neckermann, Öger, Bucher, Air-Marin oder Condor seien gute Unternehmen. Kritik übte er an der britischen Regierung. 226 Millionen Euro hätten zur Rettung von Thomas Cook gefehlt, das Rückholprogramm für rund 600 000 Touristen – darunter Zehntausende Deutsche – koste rund 700 Mio. Euro.


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Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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