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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Cloppenburg

„Das hätte jedem passieren können“ – LKW-Fahrer verurteilt

09.11.2018

Cloppenburg /Varrelbusch Der tragische Verkehrsunfall am 23. April dieses Jahres in Varrelbusch, bei dem ein 71 Jahre alter Fahrradfahrer ums Leben gekommen war, hatte am Mittwoch vor dem Cloppenburger Amtsgericht das gerichtliche Nachspiel. Angeklagt wegen fahrlässiger Tötung war ein 30 Jahre alter Lastwagenfahrer, der damals mit dem Fahrradfahrer kollidiert war. Der Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 3.600 Euro verurteilt. Er hatte den Radfahrer nicht gesehen.

Das Gericht ging von einem Augenblicksversagen aus, „das jedem hätte passieren können“. Und in der Tat: Der Angeklagte hatte alles unternommen, damit es zu keinem Unfall kommt. Und dennoch ist es passiert. Der Fall war mehr als tragisch.

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Der Angeklagte kam damals mit seinem Sattelauflieger aus Richtung Molbergen und wollte an der Kreuzung zur Molberger Straße nach rechts in Richtung Cloppenburg auf die B 72 aufbiegen. An der Kreuzung verläuft ein Radweg, der für beide Richtungen freigegeben ist.

Behutsam war der Angeklagte an die Kreuzung herangefahren. Er „tastete“ sich mit seinem Lastwagen langsam vor, schaute nach links und rechts. Um den Radweg ganz einsehen zu können, rollte der Lastwagen ein kleines Stückchen auf den Radweg. Dort hielt er den Feststellungen zufolge neun Sekunden lang, um sich sicher zu vergewissern, dass sich keiner auf dem Radweg befindet. Aus Richtung Cloppenburg kommend hatte sich in dieser Zeit der 71-jährige Radfahrer genähert. Da stand der Lastwagen noch auf dem Radweg.

Der 71-Jährige muss davon ausgegangen sein, dass der Lastwagen auch stehen bleibt. Um an dem Lastwagen vorbeizukommen, musste der 71-Jährige einen kurzen Schlenker auf der B 72 vornehmen. Er befand sich dann direkt vor dem Lkw. Der Angeklagte hatte den Radfahrer nicht gesehen und fuhr los. Der 71-Jährige zog sich schwere Kopfverletzungen zu, an deren Folgen er wenig später verstarb.

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