CLOPPENBURG - Einen Kandidaten gegen den CDU-Bürgermeister hat die SPD nicht gefunden. Die UWG-Kandidatin wird nicht unterstützt.

von michael Loots

CLOPPENBURG - Mit Köpfen und Themen will die Cloppenburger SPD in den Kommunalwahlkampf gehen. Ortsvereinsvorsitzender Andreas Bonk und Fraktionschef Heinz-Georg Berg stellten gestern im Rathaus die 17 Kandidatinnen und Kandidaten vor, die sich am 10. September um ein Mandat im nächsten Cloppenburger Stadtrat bewerben. Bonk und Berg setzen trotz des Rückzuges von Angela Loots, Okka Schröder-Burrichter und Else Zuckschwerdt (Bonk: Frauen, die eine starke Politik gemacht haben) auf eine noch stärkere Fraktion als die jetzt achtköpfige, um laut Berg „die Politik wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen und dem CDU-Bürgermeister Paroli zu bieten“. Der Rat müsse wieder die Politik bestimmen.

Die SPD muss auf eine starke Fraktion setzen, denn einen Gegenkandidaten zum CDU-Bürgermeister können die „Sozis“ nicht aufbieten, und ein Bündnis mit anderen Parteien ist bis dato nicht zustande gekommen. Die Kandidatin der UWG unterstützt die SPD nicht, weil die UWG „bei maßgeblichen Themen mit der CDU gestimmt hat“.

Neben dem Personenwahlkampf wollen die Sozialdemokraten auch einen Themenwahlkampf führen. Schwerpunkte sind demnach eine quartiersgerechte Stadtentwicklung ohne riesige Mehrfamilienhäuser, die adäquate Anpassung des Lehrschwimmbeckens an Nutzungsforderungen, der Ausbau des Stadionbereiches zur Naherholung, die Stärkung der Innenstadt statt der grünen Wiese, die erschwingliche Betreuung unter dreijähriger Kinder in einer dauerhaften Kinderkrippe sowie die Überprüfung der Jugendarbeit inklusive Streetworker.

In Cloppenburg-Nord bewerben sich folgende sieben Sozialdemokraten um ein Mandat im Stadtrat: Andreas Bonk (Rügenstraße), Peter Hackmann (Kantstraße), Franz-Josef Wilken (Ritzereiweg), Rolf Bornemann (Blexener Straße), Harry Install (Mölderstraße), Stefan Riesenbeck (Westerlandstraße) und Wilhelm Freye (Ritzereiweg).

Im Cloppenburger Stadtsüden treten zehn Personen an: Heinz-Georg Berg (Schützenstraße), Dr. Hermann Bergmann (Neissestraße), Lothar Bothe (Allerstraße), Stefanie Schwabe (Akazienallee), Michael Rauser (Störweg), Gabriele Groneberg (Sevelter Straße), Manuel Klammt (Monikastraße), Helmut Krause (Memelstraße), Günter Rumpke (Meisenstraße) und Valeri Reimchen (Otterstraße).