CLOPPENBURG - CLOPPENBURG/CAM - Mit drei Kandidaten unter 25 Jahren will die SPD bei den Kommunalwahlen am Sonntag, 10. September, besonders unter der jungen Bevölkerung auf Stimmenfang gehen. Dies erklärte gestern Ortsvereins-Vorsitzender Andreas Bonk. Etliche Mitglieder aus allen politischen Parteien des amtierenden Stadtrates würden nicht wieder kandidieren: „Es ist also einiges im Fluss, und wir hoffen, mit unserem Angebot unseren Stimmenanteil zu vergrößern.“

Dabei fällt der 21-jährigen Stefanie Schwabe noch eine weitere Rolle zu. Sie soll nach dem Ausscheiden von Angela Loots, Elisabeth Zuckschwerdt und Okka Schröder-Burrichter die von Männern dominierte Kandidaten-Liste auch für Frauen attraktiv machen. „Ich will mich besonders für die Belange Emstekerfelds einsetzen und die Kontakte zwischen Aussiedlern und der Lokalpolitik verbessern“, kündigte die für Stadtrat und Kreistag kandidierende Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte an.

Stichwort Aussiedler: Valeri Reimchen, der im Cloppenburger Süden auf Platz zehn ins Rennen geht, hat nach eigenen Angaben bislang nur die Christdemokraten gewählt. „Es hieß immer: Helmut Kohl hat uns ins Land geholt. Deshalb müssen wir CDU wählen.“ Der 24-jährige Fitnesstrainer will vorrangig die jungen Aussiedler dazu animieren, ihr Desinteresse für die politischen und gesellschaftlichen Geschehnisse in der Stadt abzulegen. „Unter den Aussiedlern gibt es immer noch das Vorurteil, dass Parteimitglieder dem Kommunismus verfallen sind.“

Engagierte Jugendarbeit steht auch auf der Agenda von Manuel Klammt ganz oben: Der 24-jährige Fachinformatiker ist in der Nachwuchsarbeit des Bürgerschützenvereins aktiv, kümmert sich um die Organisation des Green-Rock-Festivals und pflegt enge Kontakte zur Roten Schule.

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