Cloppenburg - Als erfolgreiches Konzept hat der Präsident des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland, Hans-Georg Knappik, den Historischen Nachmittag gewürdigt. Anlass war die 300. Auflage dieser Veranstaltung des Geschichtsausschusses, zu der sich zahlreiche Interessierte, darunter der Cloppenburger Landrat Hans Eveslage, im Dorfkrug des Museumsdorfes Cloppenburg eingefunden hatten.

Knappik verwies in seiner Laudatio auf den ersten Historischen Nachmittag am 26. Januar 1972 in der Heimatbibliothek in Vechta und hob die damalige Initiative von Prof. Dr. Wilhelm Hanisch und Franz Hellbernd hervor. Dessen Witwe Frieda Hellbernd sowie der langjährige Schriftführer des Geschichtsausschusses, Engelbert Hasenkamp, überreichte er ein Präsent als Dankeschön. Gleichzeitig dankte der Heimatbund-Präsident auch Dr. Maria Anna Zumholz und Privatdozent Dr. Michael Hirschfeld, die seit fast zehn Jahren die Historischen Nachmittage organisieren und moderieren. Kontinuierlich würden sie Monat für Monat einen Vortrag zu einem regionalgeschichtlichen Thema anbieten, der an wechselnden Orten der Region ausgerichtet werde und regelmäßig rund 40 bis 60 Geschichtsinteressierte begeisterte.

Nicht zuletzt durch den jährlichen Studientag und Akademieabend habe sich die Arbeit des Geschichtsausschusses zu einer – so Knappik – „Säule der Arbeit im Heimatbund“ entwickelt. Damit leiste er einen bedeutenden Beitrag „zur Erhaltung der besonderen Identität des Oldenburger Münsterlandes“.

Einen Kristallisationspunkt für die Region stellte Prof. Dr. Uwe Meiners in seinem anschließenden Festvortrag mit dem Museumsdorf Cloppenburg vor. Meiners wies aber auch auf ein gewandeltes Bild von Heimat in der Gesellschaft hin. So gehöre das Augenmerk von Museumsbesuchern heute weniger den Gebäuden als vielmehr den Lebensgeschichten ihrer Bewohner. Zudem sei eine stärkere Popularisierung von Geschichte erforderlich, um breiteren Bevölkerungsschichten eine Identifikation zu ermöglichen.