Cloppenburg - Doppelter Achterknoten, Hängetrauma, Zwischensicherung: Einen ganzen Tag lang haben elf Mitglieder der Feuerwehr Cloppenburg jetzt in der Feuerwehrschule in Loy (Kreis Ammerland) die Absturzsicherung geübt. Unter der Aufsicht eines Ausbilders der Berufsfeuerwehr Delmenhorst brachte die Truppe ihre Kenntnisse auf Vordermann. In einer großen Ausbildungshalle wurde unter anderem an einem Kranausleger sowie auf einem Hausdach geklettert.
Mit ihrer Ausbildung seien die Feuerwehrleute in der Lage, sich selbst zum Beispiel bei Arbeiten auf dem Dach oder beim Aufstieg an Kränen oder Gerüsten zu sichern, so Pressesprecher Björn Lichtfuß. Es werde aber auch geübt, Dritte vor einem Absturz zu bewahren.
Jeder Knoten – so Lichtfuß – müsse sitzen. Nie dürfe der Sicherungsmann seinen Vorsteiger aus den Augen lassen. Und wenn doch etwas schiefgeht? Der Sturz ins Seil dürfe nicht geübt werden, und auch das gewollte Hängen im Sicherungsseil sei verboten. Daher sei es umso wichtiger zu wissen, was zu tun sei, wenn man in sechs Metern Höhe im Sicherungsgeschirr hänge. So könne der Vorsteiger durch spezielle Muskelkontraktionen dem lebensbedrohlichen Hängetrauma, hervorgerufen durch einen Blutstau in den Beinen, entgegenwirken.
