Cloppenburg - Salafisten haben in der Stadt Cloppenburg versucht, Flüchtlinge für ihre radikale islamistische Bewegung anzuwerben. Mit dabei war der deutschlandweit wohl bekannteste Hass-Prediger Pierre Vogel, wie am Mittwoch die Polizei Cloppenburg bestätigte.

Wie die NWZ  erfuhr, sollen mehrere traditionell islamisch gekleidete Männer Flüchtlinge in der Fußgängerzone angesprochen und mit ihnen in einem der Stadtgärten gebetet haben. Darüber hinaus, so teilte die Pressestelle der Stadt mit, wurde die Verwaltung darüber informiert, dass die Salafisten in einer Flüchtlingsunterkunft für Ideologien warben.

Um ein weiteres Rekrutieren zu unterbinden und die Flüchtlinge im Landkreis vor den Salafisten zu schützen, informierte die Kreisverwaltung Cloppenburg umgehend alle kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie das Deutsche Rote Kreuz und das Caritas-Sozialwerk als Betreiber von Flüchtlingsunterkünften über die Vorfälle. Gleichzeitig bat die Behörde in einem Schreiben, das der NWZ  vorliegt, „wachsam zu sein, ob auch andere Flüchtlingsunterkünfte von den Salafisten aufgesucht werden“. Vertretern von salafistischen Ideologien sollten Hausverbote erteilt werden, um eine Kontaktaufnahme zu erschweren. „Falls eine Kontaktaufnahme festgestellt wird, ist unverzüglich die Polizei und die Ausländerbehörde zu informieren“, erklärte Kreis-Sprecherin Sabine Uchtmann.

Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang um Hinweise sowie Bildmaterial. Die Beamten sind unter t   0 44 71/186 00 erreichbar.