Cloppenburg - Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin (CDU) im Bundeslandwirtschaftsministerium, hat bei einer Zusammenkunft des erweiterten Vorstands des Kreislandvolkverbandes Cloppenburg vor gut 60 Landwirten in der Gaststätte Wienken in Cloppenburg Stellung zu aktuellen agrarpolitischen Themen genommen. An der Zusammenkunft nahmen auch Bundestagsabgeordnete Franz-Josef Holzenkamp, Landtagsabgeordnete Clemens Große Macke und Landrats-Kandidat Johann Wimberg teil.

Flachsbarth übte deutliche Kritik an der Landwirtschaftspolitik der rot-grünen Landesregierung. Niedersachsen sei das „Agrarland Nummer eins“ unter den deutschen Bundesländern, auch wenn Bayern gelegentlich diesen Anspruch erhebe. „Da gibt es aber in Hannover einen Minister, der das ändern möchte“, kritisierte sie Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen). Gleichzeitig sprach sie sich gegen den Versuch Meyers aus, in Niedersachsen gegen den Willen aller Landtagsfraktionen ein Nährstoffkataster durchzusetzen. Die Landwirte seien insgesamt gut aufgestellt, wenn es um den Schutz des Grundwassers gehe, sagte die Staatssekretärin.

Martin Roberg und Bernhard Suilmann, stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer des Kreislandvolkverbandes, baten die CDU-Politikerin aus Berlin um Unterstützung bei der Durchsetzung von berechtigten Interessen der Landwirtschaft. Die Reinhaltung des Wassers erfordere in der politischen Debatte eine sehr differenzierte Betrachtungsweise. Beim Landwirtschaftsminister in Niedersachsen würden die Landwirte mit ihren Vorschlägen kaum Gehör finden, beklagte sich das Landvolk.