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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Adel beflügelt ländlichen Raum

29.04.2013

Cloppenburg Was im 18. und 19. Jahrhundert in den Herrschaftshäusern in Hannover, Oldenburg oder Aurich angesagt war, wurde vom ländlichen Adel und dann von den Bauern übernommen. Mode, Möbel, Musik und neue Manieren sollten auf dem Lande Weltläufigkeit und Modernität beweisen. Das Museumsdorf Cloppenburg stellt in einer neuen Ausstellung den Adel als kulturellen Impulsgeber vor.

Für Cloppenburgs Landrat Hans Eveslage, der am Sonntagmorgen zur Eröffnung der Ausstellung im Haus Arkenstede sprach, hat der Adel ganz klar den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Fortschritt der Menschen auf dem Lande beflügelt. Ein Blick in die Adelshäuser und in die Bürger- und Bauernhäuser der früheren Jahrhunderte beweise, dass es ein Streben nach den Wohlstandsmerkmalen des Adels gab. Wohlhabende Bürger und Bauern hätten in den eigenen Kreisen einen herausgehobenen Lebensstil beweisen wollen.

Die wohlhabende ländliche Bevölkerung, so Museumsdirektor Professor Dr. Uwe Meiners, habe ihre kulturellen Bezugspunkte unter anderem beim landsässigen Adel gefunden. Dieser wurde genau beobachtet. So habe beispielsweise das Silberbesteck zur Tischkultur des Adels gehört. Die wohlhabenden Bauern hätten damit begonnen, kunstvoll mit Initialen verzierte Silberlöffel zur Taufe zur verschenken. Porzellan- und Zinngeschirr hielten Einzug auf den Bauernhöfen, ebenso aufwendige gearbeitete Möbelstücke und neue Umgangsformen. Und natürlich fuhren auch die Bauern irgendwann mit der Kutsche zum Gottesdienst.

Bei jeder Gelegenheit erwarben Bürger und Bauern durch Ankäufe und Versteigerungen jenes Porzellan, das ursprünglich für Hof und Adel produziert worden war. Auch einfache Dinge wie der Silberknauf auf dem Spazierstock, Bücher und Musikinstrumente wurden angeschafft.

Die in drei Teile gegliederte Ausstellung zeigt die Bereiche Einrichtung und Ausstattung, Umgang mit den schönen Künsten und standesgemäßes Auftreten. Konzipiert wurde sie von der Osnabrücker Kunsthistorikerin Dr. Stefanie Anders-Wandt.

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Museumsdorf Cloppenburg | Hof

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