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Kirche: Älteste Ermland-Wallfahrerin 94 Jahre alt

18.08.2010

BETHEN Anlässlich der Ermländischen Wallfahrt haben Prälat Rainer Lehwald, Prodekan Dr. Claus Fischer, Prälat Dr. Dirk Költgen und Pfarrer August Vornhusen zusammen mit den Gläubigen einen Gottesdienst in der Bether Basilika St. Marien gefeiert. Die gebürtig aus der Erzdiözese Ermland in der ehemals deutschen Provinz Ostpreußen stammenden Pilger waren aus dem norddeutschen Raum, vornehmlich aber aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta angereist. Älteste Teilnehmerin war die 94-jährige pensionierte Lehrerin Hildegard Kuhnigk aus Cloppenburg.

Prodekan Fischer, der auch die Grüße des Apostolischen Visitators für das Ermland, Dr. Lothar Schlegel, überbrachte, erinnerte in der Predigt an die Flucht unter katastrophalen Umständen über das Frische Haff zum Schluss des Zweiten Weltkriegs. Der Geistliche forderte dazu auf, den beschrittenen Weg zur Versöhnung mit den Völkern des Ostens fortzusetzen und verurteilte Krieg, Terror und Gewalt.

Rund 60 Millionen Menschen, die im Krieg sowie auf der Flucht und in den Konzentrationslagern gestorben seien, sollten Mahnung zum Frieden und zur Beachtung der Menschenrechte sein, sagte der Geistliche. Während des Gottesdienstes wurde eine Kerze mit dem Wappen des Ermlandes in der Basilika aufgestellt und geweiht.

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Bei einem anschließenden Treffen im Haus Maria Rast nutzte man während einer Kaffeetafel die Gelegenheit zum Austausch von Erinnerungen an die alte Heimat und zur Pflege gegenseitiger Kontakte. In einem Vortrag informierte der Vorsitzende des Ermländischen Landvolks, Erich Behlau (Emstekerfeld), über aktuelle Themen für Flüchtlinge, Vertriebene und Spätaussiedler.

So sei – sagte Behlau weiter – die Herausgabe eines neuen Buches über Flucht und Vertreibung geplant. Wer seine Erlebnisse über den Verlust der Heimat und das Leben danach aufschreiben will, kann das Manuskript an Klemens Jost, Meisenweg 7, 23714 Bad Malente senden.

Nach Meinung des Vorsitzenden des Ermländischen Landvolkes besteht gegenwärtig ein großes Interesse von Jugendlichen aus Deutschland und Polen an der Geschichte der ehemals deutschen Ostgebiete.

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