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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Sie hat den Schlüssel zum Glück

21.03.2017
Frage: Wann hatten Sie das letzte Mal so eine richtige Pechsträhne?
Taubenheim: Die Beziehung zu dem Vater meines Kindes hat mir nicht gut getan. Das Unglück, dass er mit sich und der Welt ausgetragen hat, seine negativen Gedanken haben mir sehr zugesetzt. Das lag daran, dass ich mich natürlich in die Gedankenwelt meines Ex-Partners begeben habe und er das auch sehr stark eingefordert hat. So stark, dass ich mich selbst teilweise verlor. Die Negativität seiner Gedanken (Depressionen) haben mich stark negativ beeinflusst. Das ging soweit, dass ich tatsächlich als ausgewiesene Glücksexpertin selber nicht mehr glücklich war.
Frage: Wie wurden Sie danach wieder glücklich?

Glücks-Workshop am 31. März in Neuscharrel

„Jeder hat das Recht auf gute Gefühle und Glück.“ Mit dieser Botschaft wird Kerstin Taubenheim am Freitag, 31. März, in Neuscharrel einen Glücks-Workshop veranstalten. Das interaktive Seminar findet in Kooperation mit der ambulanten Intensivpflege „ImPuls“ von 10 bis 14 Uhr im Jugendheim statt und ist kostenlos, um eine Spende wird aber gebeten. Kerstin Taubenheim ist in Neuscharrel aufgewachsen und hat in Berlin eine Glücksschule eröffnet.

Mehr Infos zu Kerstin Taubenheim und ihre Glücksschule in Berlin unter www.glueck-berlin.de

Taubenheim: Indem ich mich an die eigenen Methoden, die ich unterrichte, erinnerte und sie für mich anwendete. Mir hat es geholfen, die Dinge anzunehmen wie sie sind, indem ich das Kämpfen für eine bessere Situation losgelassen habe. Das Annehmen der Situation war für mich der erste Schritt. Dem folgte Dankbarkeit. Dankbar zu sein, für das was ich habe: Gesundheit, ein gesundes Baby, ein freundlicher Nachbar, etwas zu essen im Kühlschrank, ein Dach über dem Kopf. Und Dankbarkeit ist nicht umsonst der Schlüssel Nummer eins zu unserem Glück laut der Glücksforschung. Dann habe ich noch meditiert.
Frage: Das war’s?
Taubenheim: Ja. Diese drei Dinge haben mein Leben wieder glücklich gemacht. Heute kann ich aus vollem Herzen sagen: Ich bin dauerhaft glücklich, ich genieße jeden Moment meines aufregenden Lebens und sehe mein Leben als ein Abenteuer auf das ich große Lust verspüre.
Frage: Laut aktueller Studie sind Norweger die glücklichsten Menschen auf der Welt. Wir Deutschen leben ebenfalls in Wohlstand und Frieden. Warum landen wir nur auf dem 16. Rang?
Taubenheim: Jeder 5. Deutsche leidet mindestens einmal im Leben an einer Depression. Die Weltgesundheitsorganisation sagt, dass in 20 Jahren dies die Krankheit Nummer eins in allen Industrieländern sein wird. Wir Deutschen werden heimgesucht von Depressionserkrankungen. Das ist der Grund, warum wir nicht aus vollem Herzen sagen können: Jawohl, mir geht es so richtig gut. Die Umverteilung von finanziellen Mitteln ist außerdem in den skandinavischen Ländern deutlich besser als in Deutschland. Dies trägt sehr zum Wohlbefinden und Glück der Menschen bei, die keine Arbeit und keine Möglichkeiten haben. Da Jobs immer weiter wegfallen werden, sollten auch wir uns wirklich darum bemühen, jedem Menschen – egal, was er leistet – seine Freiheiten zu gewähren.
Frage: Sie leben in Berlin, kommen aber gebürtig aus Neuscharrel. Sind Menschen auf dem Land „anders“ glücklich als in der Großstadt?
Taubenheim: Meiner Meinung nach sind die Menschen alle gleich, egal wo sie wohnen. Natürlich verlangt eine Großstadt mehr Eigeninitiative des Einzelnen. Großstädter sind oft auch entfremdeter von der Natur und haben vielleicht weniger Bezug zur Natur. Die Natur zu erleben ist jedoch für das eigene Wohlbefinden sehr wichtig. Da haben die Menschen, die auf dem Land leben, automatisch einen Vorteil. Außerdem ist die Hektik in Großstädten dem Glück abträglich. Dafür bietet die Großstadt jedoch Unmengen an kulturellen Ereignissen, Inspiration und Leidenschaft. Auf dem Land erlebe ich mehr Hilfsbereitschaft und Gelassenheit, was für das Glück von Vorteil ist. Doch egal ob in der Großstadt oder auf dem Land. Es kommt immer auf dich an und auf deine Einstellung zum Leben.
Frage: Glück kann man lernen, lautet Ihre These. Also ist alles nur eine Frage des Fleißes?
Taubenheim: Unbedingt. Tatsächlich geht es darum, die eigenen Gedanken zu kontrollieren. Was denkst du den ganzen Tag, wie redest du zum Beispiel mit dir selbst? Sagst du morgens im Spiegel: „Guten Morgen, schön dass es dich gibt, ich könnte dich küssen?“ Oder sagst du: „Wie sehe ich denn wieder aus. Meine Güte!“ Schaffst du es bewusst, deine automatischen Gedanken zu stoppen? Das kannst du üben. Und es dauert seine Zeit. Auch Meditation oder Dankbarkeit ist eine reine Übungssache. Es ist wie immer mit dem Lernen, es dauert seine Zeit. Gib der Sprache des Glücks eine Chance und lerne sie. Und dann sehe selbst, wie sich dein Leben verändert. Du wirst nie wieder damit aufhören wollen.
Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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