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Aktualisiert vor 21 Minuten.

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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Vom letzten Kuss eines Verräters

13.04.2019

Altenoythe „Unser Karfreitagsgottesdienst hat sich schon relativ früh in Richtung Tradition entwickelt“, sagt Pastoralreferent Martin Kröger vom Laboratoriums-Team etwas nachdenklich. „Bereits nach dem ersten Karfreitagsgottesdienst 2012 wurden Stimmen laut, dass es diesen Gottesdienst auch im Folgejahr geben müsse.“

So wird am kommenden Freitag, 19. April, um 21 Uhr in der Altenoyther Dreifaltigkeitskirche nun der zehnte Laboratoriums-Gottesdienst am Karfreitag stattfinden – der 31. Gottesdienst in dieser Reihe.

Der Zusatz „Gottesdienst anders“ ist nach wie vor Programm: „Auch wenn der Termin dieses Gottesdienstes Tradition ist, haben wir dennoch in jedem Jahr einen neuen Zugang zum Karfreitagsgeschehen angeboten.“ Mechthild Hanisch ist überzeugt, dass auch in diesem Jahr der Anspruch „Gottesdienst anders“ eingelöst wird. „Bei unserem ersten Planungstreffen brachten drei von uns unabhängig voneinander die Idee mit, die Person des Judas in den Blick zu nehmen. Das war Grund genug, tiefer einzusteigen.“

Das Motto ist „Der letzte Kuss“: Judas Iskariot bietet eine eigene Perspektive. Aber wer ist dieser Judas? „Judas, der Verräter – Was gibt es da zu überlegen? Judas, das ist der, der Jesus mit einem Kuss verraten hat und damit ein intimes Zeichen zum Verrat genutzt hat. Das ist die gängige Betrachtung – aber nicht die einzig mögliche.“ Pfarrer Ulrich Bahlmann ist sich sicher, dass die eigenen Wahrnehmungsgewohnheiten gelegentlich den Blick verstellen: „Warum musste Judas den Jesus so aufwendig verraten? Jesus war bekannt, hat öffentlich gewirkt. Wäre das nicht schon bei anderen Gelegenheiten möglich gewesen? Brauchte es wirklich einen Verräter?“

Wie hat übrigens Jesus – als das Opfer des Verrats – den Judas angesehen? „Eine spannende Frage“, findet Sabine Orth. „Eine Antwortmöglichkeit hat uns ein mittelalterlicher Steinmetz beschert, der Judas und Jesus gemeinsam auf einem Säulenkapitell der Kathedrale von Vézelay in Burgund verewigt hat.“

Musikalisch wird der Gottesdienst vom Musikvermittler, Theaterpädagogen und Kirchenmusiker Friedhelm Bruns aus Münster am Piano begleitet. Das Laboratoriums-Team weist daraufhin, dass zu diesem Gottesdienst besonders Menschen eingeladen sind, die sich mit der klassischen Gottesdienstform schwer tun. „Aber das ist keine Bedingung“, sagt Kröger.

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