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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Angst und Hoffnung auf der Leinwand

11.11.2015

Cloppenburg Sind Bilder psychisch-kranker Menschen Kunst? Gehört zur Kunst auch Kunstbewusstsein? Diesen und anderen Fragen haben sich die Organisatoren der neuen Ausstellung in der Kunsthalle am Cloppenburger Kulturbahnhof gestellt.

Der ehemalige evangelische Pfarrer und Hobbymaler Eberhard Warns, dessen Bilder bis Dezember 2015 in Cloppenburg gezeigt werden, litt an fortschreitender Demenz und widmete sich in seinen letzten Lebensjahren intensiv der Malerei. „Die Malerei wurde für ihn zum Ausdrucksträger seiner Gefühle, seiner Ängste und Hoffnungen, seiner Sehnsucht nach Freiheit. Es entstand eine Malerei im Spannungsfeld von Mut und Wut“, machte Dr. Martin Feltes in seiner Begrüßungsansprache zur gut besuchten Ausstellungseröffnung am Sonntagnachmittag deutlich, zu der auch die Ehefrau des verstorbenen Malers Natalie Warns aus Berlin angereist war.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Kunstkreises Cloppenburg, der Stadt, der Katholischen Akademie Stapelfeld sowie des Fördervereins psychisch Kranker im Landkreis Cloppenburg. Die Psychiaterin und Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Martina Weiler-Berges, verwies in ihrem Grußwort auf die verschiedenen Formen und Ausprägungen der Demenz und betonte, dass in der kreativen Arbeit von psychisch Kranken durchaus Kunst entstehen könne.

Dr. Günter Meyer, Berliner Kunsthistoriker und Dozent für Psychiatriegeschichte, zeigte auf, dass auch in der Kunst-Geschichte Psychisch-Kranke bedeutende Werke geschaffen hätten, wobei aber gerade die Demenzerkrankung lange Zeit auch bei Kulturschaffenden ein großes Tabu gewesen sei. Eberhard Warns habe in seinen Bildern auch seine Vergangenheit ästhetisch verarbeiten und sei durchaus künstlerisch tätig, betonte der Referent. Und auch Dr. Martin Feltes machte deutlich: „Wir zeigen Kunst, gute Kunst, hervorragende Kunst, eine Kunst, die uns berührt und zum Staunen veranlasst. Denn die Gemälde von Eberhard Warns beeindrucken in ihrer bannenden Kraft, in ihrer Ehrlichkeit und Authentizität, in ihrer Ursprünglichkeit.“

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