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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Aus Idylle wird blanker Horror

18.04.2018

Augustendorf /Bremen Eigentlich ist das Waldstück zwischen Augustendorf und Markhausen ein sehr idyllisches Fleckchen Erde. Und die kleine Fachwerkhütte inmitten des Waldes hat sogar etwas märchenhaftes. Horror bringt man mit dem Ort zumindest nicht auf den ersten Blick in Verbindung. Doch das sahen die Macher des Kurzfilms „Incubo“ anders und sahen hier die ideale Kulisse für ihren Gruselstreifens.

Gedreht wurde der Film bereits im März 2017. Die NWZ durfte damals der Crew bei den Dreharbeiten über die Schultern schauen. Jetzt dauert es nicht mehr lange und der Horrorfilm aus der Feder von Drehbuchautor Horst Vogelsang feiert Premiere. Am 26. Mai ist es soweit. Um 21 Uhr wird der knapp 18-minütige Thriller im City46 in Bremen erstmals auf der Leinwand erscheinen.

Dann ist auch zu sehen, wie es die Filmemacher um Regisseur und Produzent Leonardo Re geschafft haben, den Augustendorfer Wald samt Hütte in ein schauriges Szenario zu verwandeln.

Die Voraussetzungen für einen Filmdreh mitten im Wald waren keineswegs einfach. Kein Strom, kein Wasser, keine Toilette. Alles musste herangeschafft werden. Dafür war die verlassene Hütte ideal. Gedreht wurde auch in Bunnen. Für eine „Bauernmeute“ mit Fackeln und Forken wurden sogar Männer eines örtlichen Schützenvereins engagiert.

Zum Inhalt: Der Film handelt von zwei Geschwistern, der 16-jährigen Lisbeth und dem 13-jährigen Johannes, die 1945 nach dem Verlust ihrer Eltern auf dem Weg nach Bremen sind. In einer verlassenen Waldhütte wollen sie ein paar Tage zur Ruhe kommen, sich erholen und Kräfte für den weiteren Weg sammeln. Doch in der Hütte scheint etwas nicht in Ordnung zu sein – irgendetwas scheint bei ihnen zu sein, und unheimliche Geschehnisse häufen sich. Johannes muss zusehen, wie etwas Besitz von seiner Schwester ergreift. Hat Holzfäller Jan Gercken damit zu tun? Der lebte allerdings Anfang des 19. Jahrhunderts in dem Wald, galt damals als Monster und Kinderfresser.

„Incubo“ bedeutet übrigens auf Italienisch „Albtraum“ und auf Latein „ich brüte“. Das passe perfekt zum Film, heißt es seitens des Produzenten – „während in Lisbeth ein Geist brütet und langsam die Kontrolle übernimmt, durchleben die beiden Geschwister in der abgeschiedenen Waldhütte ein albtraumähnliches Erlebnis“.


Ein „Making-Of“ zu „Incubo“ mit Interviews, Szenen und einem Blick hinter die Kulissen gibt es unter   www.www.youtube.com/watch?v=vqx8k9gzdns 
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Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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