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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Fünf Experten erzählen wat über Platt

05.09.2019

Barßel /Elisabethfehn Auf große und positive Resonanz sind die bisherigen Veranstaltungen im Rahmen des Plattdeutschen Jahres des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland, das die Gemeinde Barßel veranstaltet, gestoßen. Darüber freuten sich am Mittwoch Bürgermeister Nils Anhuth und Georg Hoffbuhr, Plattdeutschbeauftragter der Gemeinde Barßel, im Rathaus.

„Wir befinden uns mittlerweile auf der Zielgeraden“, sagte Anhuth mit Blick auf das Jahresprogramm zum Plattdeutschen Jahr (siehe Infobox). „Am 11. Januar müssen wir die Wander-Tafel an die Stadt Damme übergeben.“ Diese symbolische Holztafel, auf der die Namen der beteiligten Gemeinden verzeichnet sind, hatte die Gemeinde Barßel zu Beginn des Jahres von der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden bekommen. Aber bis sie wieder weitergegeben wird, gibt es noch einige Veranstaltungshöhepunkte.

Sprache beleuchten

Darunter die Talkrunde „Plattdeutsch – gestern, heute und morgen“ am Dienstag, 1. Oktober, um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Elisabethfehn. „Personen aus verschiedenen Bereichen beleuchten dabei die Sprache von verschiedenen Seiten. Es soll eine lockere Diskussionsrunde werden“, kündigte Anhuth an.

Insgesamt fünf Plattdeutsch-Experten wurden eingeladen. Aus dem Bereich Wissenschaft kommt Prof. Wilfried Kürschner, emeritierter Professor für Allgemeine Sprachwissenschaft und Germanistische Linguistik an der Uni Vechta. Er gehört dem Arbeitskreis OM-Platt an. Bekanntheit erlangte er bundesweit durch sein „Mini-Latinum“. Dieses entwickelte er für Germanistikstudenten mit dem Ziel, ihre Grammatik-Kenntnisse durch Einblicke in die Grammatik des Lateinischen und Griechischen zu erweitern.

Den Bereich Medien wird NDR-Moderatorin Vanessa Kossen abdecken. Sie moderiert unter anderem „Hallo Niedersachsen op Platt“.

Aus der Politik wird der SPD-Bundestagsabgeordnete Johann Saathoff vor Ort sein. „Er hat im Bundestag eine Rede auf Plattdeutsch gehalten“, sagte Anhuth. Das war im März 2018. Mit der Rede reagierte er auf eine AfD-Initiative zur Verankerung von Deutsch als Landessprache im Grundgesetz.

Vierter und Fünfter im Bunde sind Jens Cramer und Malte Bischof. Erster ist Sänger, Letzter Schlagzeuger der plattdeutschen Punkrock-Band „De Schkandolmokers“. Sie werden aus kultureller/musikalischer Sicht die Sprache beleuchten.

Eintritt frei

Die Teilnehmer werden laut Gemeinde unter anderem von ihrer persönlichen Verbindung zu Platt berichten und Einblicke geben, wie sie dies in ihren Alltag einbinden. Zudem werden sie sich über verschiedene Fragen austauschen. Wer die Talkrunde moderiert, steht noch nicht fest. Hoffbuhr war ursprünglich vorgesehen, ist aber beruflich verhindert, was er sehr bedauere. Auch ob die Talkrunde komplett auf Platt sein wird, ist noch nicht sicher. Alle Interessierten sind eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungen im Plattdeutschen Jahr

15. September, 14.30 Uhr: Besondere Museumsführung im Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn, „Tante Frieda kannt nicht laoten – mit plattdütsche Riemels up’n Pad“ 25. September, 19 bis 21.15 Uhr: Vortrag op Platt: „Ernte und Erntedank im Wandel der Jahrzehnte“ mit Edith Sassen, Dat lütje Huus 6. Oktober, 11 Uhr: Erntedankmesse op Platt, St. Cosmas und Damian 20. Oktober, 14.30 Uhr: Plattdeutsche Führung durch das Moor- und Fehnmuseum 2. November, 14 Uhr: Seniorenaufführung (mit Kaffee und Kuchen) der Kolping-Theatergruppe, weitere Termine: 9., 10., 13., 15., 16. November, jeweils 19.30 Uhr, Theateraula Schulzentrum 15. November: Bundesweiter Vorlesetag im Lütje Huus 3. Dezember, 19 Uhr: Plattdeutscher Abend des Landfrauenvereins Barßel 18. Dezember, 18 Uhr: Plattdeutsche Ratssitzung 23. Dezember, 19.30 Uhr: Lebendiger Adventskalender der Gruppe „HaBaEli“ op Platt, Ebkenssche Windmühle 11. bis 25. Februar, 19 bis 20.30 Uhr: Schnupperkursus op Platt, Dat lütje Huus, Bildungswerk Barßel

In ihrem Fazit, was die abgelaufenen Veranstaltungen betrifft, freut es Anhuth und Hoffbuhr besonders auch, dass auch in den Grundschulen und Kindergärten mehr mit der Sprache gearbeitet werde. So erinnerten sie an das Kinderplattkonzert im Mai, an dem sich Schüler und Kindergartenkinder beteiligten. Hoffbuhr hatte die Veranstaltung außerhalb des „normalen“ Programms organisiert. Er und der Bürgermeister würden sich freuen, wenn solch eine Veranstaltung in ähnlicher Form auch künftig angeboten werden könnte. „Wir wollen, dass das Plattdeutsche in den Kindergärten und Grundschulen etabliert wird“, so das Ziel.

Die Veranstaltungen hätten laut Anhuth auch eine überregionale Werbewirkung für Barßel gehabt. „Viele Leute sind über das Plattdeutsche Jahr hierher gekommen“, freute sich der Bürgermeister. So könnten er und Hoffbuhr sich vorstellen, einige Veranstaltungen auch in den kommenden Jahren außerhalb eines „Plattdütschet Johr“ zu wiederholen.

Und noch etwas verrät der Bürgermeister: Wahrscheinlich im Januar wird noch einmal Yared Dibaba nach Barßel kommen und das Plattdeutsche Jahr musikalisch mit seiner Band „Die Schlickrutscher“ abschließen.  


     www.barssel.de 
Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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