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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Handwerk: Gäste lieben Barßeler Mühle

14.02.2020

Barßel Längst dienen die Mühlen nur noch äußerst selten ihrem ursprünglichen Zweck, sondern vielmehr der Heimatpflege und dem Fremdenverkehr. Dabei könnten sie – weil häufig noch voll funktionsfähig – auch heute noch Korn zu Mehl verarbeiten. Die Teilnehmer eines Müllerlehrganges erlernen deshalb die Bedienung einer Wind- und Wassermühle aus den verschiedenen Jahreszeiten und bei unterschiedlichen Wetterbedingungen.

In Zusammenarbeit mit Kreisheimatbund, Kreismuseum und Heimatvereinen sowie der Mühlenvereinigung Niedersachsen/Bremen hat die Volkshochschule Syke einen Müllerlehrgang in Bruchhausen-Vilsen für freiwillige Müller gestartet. Die Kursteilnehmer waren nun zu Gast in Barßel und schauten sich in der Ebkensschen Windmühle aus dem Jahre 1717 genau um. Sie trafen sich in Barßel, um ihr Wissen in Praxis und Theorie zu vertiefen.

Die Ausbildung zum freiwilligen Müller umfasst rund 160 Stunden. „Barßel hat eine wunderbare Mühle, die es unbedingt zu erhalten gilt. Die Mühle hat sehr viele Besonderheiten“, sagt Müllermeister und Dozent Hans-Hermann Bohlmann aus Syke. Die späteren freiwilligen Müller sollen Pflege- und Wartungsarbeiten einer Wind- und Wassermühle selbstständig ausführen können. Daher schaue man sich bei der Ausbildung verschiedenen Mühlentypen an, so auch Müllermeister Johann Hünnike.

Erfahrene Müllermeister leiten meist die an Wochenenden stattfindende Ausbildung in Praxis und Theorie. Zu den Inhalten der Ausbildung gehören physikalische und technische Grundlagen des Systems Mühle, Getreidekunde, Mühlen und Müller in Gesellschaft und Geschichte, Unfallverhütung und Arbeitsschutz sowie Wetterkunde.

Durch die Barßeler Windmühle führte der freiwillige Müller Franz Cloer vom Arbeitskreis Mühle des Bürger- und Heimatvereins Barßel. Als wunderbaren Nebeneffekt des Lehrgangs in Barßel empfanden die zukünftigen Müller den Anblick der Störche, die immer wieder die unmittelbar neben der Mühle befindlichen Nester aufsuchten. „Das ist nicht überall so“, sagt die freiwillige Müllerin Melanie Rüper.

Nach erfolgreichem Bestehen der Müllerprüfung erhält jeder Kursteilnehmende ein Zertifikat, das ihm bestätigt, Kenntnisse und Fähigkeiten zur sicheren Bedienung einer Wind- oder Wassermühle in der Prüfung nachgewiesen zu haben.

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