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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Neue Chance für alte Umzüge

16.08.2018

Barßel /Harkebrügge Ostern 2018 in Barßel. Traditionell zieht der Sportverein zusammen mit der Schützengilde und der Kirchengemeinde in einem Umzug von der Kirche zum Sportplatz. Genehmigung erteilt. Schützenfest in Barßel 2018: Festumzug über die Lange Straße (Landesstraße 829/832) wie in jedem Jahr. Plötzlich ist die Genehmigung ein Problem. „Das ganze Thema hat die Schützenvereine in absolute Aufruhr versetzt“, sagt Michael Nitschke, Präsident der Barßeler Schützengilde. Gleiches Spiel in Harkebrügge: Eigentlich sollte dort am Sonntag, 2. September, der Schützenumzug wie gewohnt über die Dorfstraße (Landesstraße 832) führen. Doch auch dort wurde die alte Streckenführung nicht genehmigt. „Nach Durchsicht der Antragsunterlagen kann eine Erlaubnis, einen Marsch auf der L 832 (Dorfstraße) über eine Länge von über 800 Metern durchzuführen, aus Sicherheitsgründen nicht mehr genehmigt werden“, hieß es aus dem Kreishaus.

Um einer Sperrung einer Landes- oder Kreisstraße zuzustimmen, stimmt sich der Landkreis mit der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lingen ab. So sagte die Landesbehörde Mitte Juli, dass in Zukunft die Beeinträchtigungen im fließenden Verkehr so gering wie möglich gehalten werden sollen. Viele Schützenvereine sahen dadurch ihre traditionellen Umzüge vor dem Aus.

Doch in dieser Woche nahm die Debatte neue Dynamik an. Nachdem auch der Landkreis die Landesbehörde für dieses Vorgehen stark kritisierte, fragte die NWZ bei dem Leiter des Geschäftsbereich Lingen genauer nach. „Keiner will und wird eine Traditionsveranstaltung verbieten oder verhindern“, sagt Geschäftsbereichsleiter Klaus Haberland. Man wolle nur „wilde Sperrungen“ verhindern. „Dies geschieht alles aus dem Gesichtspunkt der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs heraus sowie der Sicherheit der Teilnehmer an Veranstaltungen sowie im Hinblick auf die sichere Umleitung des überregionalen Verkehrs“, so Haberland weiter.

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Behörden-Wahnsinn

Gemeint war damit aber nicht, die Umzüge generell zu verbieten. „Die Landesbehörde hat auch im Landkreis Cloppenburg allen Ausnahmegenehmigungen, die der Landkreis ausgesprochen hat, zugestimmt“, stellt Haberland klar. Auch wenn die Harkebrügger schon einen verkürzten Umzug in Kauf genommen hatten, da sie nur für diesen eine Genehmigung bekommen haben, gibt es jetzt die Chance, zum Status quo zurückzukehren. „Aufgrund der neuesten Aussagen von Herrn Haberland steht einem Umzug in gewohnter Weise nichts mehr im Wege“, teilte Sabine Uchtmann, Sprecherin des Landkreises Cloppenburg, der NWZ mit.

Diese Nachricht nahm der Schützenverein Harkebrügge natürlich mit Freunde auf. „Das freut uns natürlich sehr. Wir haben uns schon in jedem Jahr um eine ordnungsgemäße Absperrung bemüht. Sowieso sind wir nicht mehr als eine Stunde auf der Straße“, sagt Rainer Tiedemann, 1. Vorsitzender der Harkebrügger Schützen. In einer Umzugsunterbrechung legt der Schützenverein in jedem Jahr einen Kranz nieder. „In dieser Zeit geben wir die Straße sogar für den Verkehr wieder frei. Wir achten genau darauf, die Straße nicht länger zu sperren als nötig“, so Tiedemann.

So dürfte auch einer Genehmigung des Umzuges während des Kreisfeuerwehrtags in Barßel am Sonntag, 23. September, nichts mehr im Wege stehen. „Den erforderlichen Antrag für einen Umzug haben wir bereits gestellt“, sagt Gemeindebrandmeister Uwe Schröder auf Nachfrage der NWZ.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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