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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Kirche: Sie tauscht Schere gegen Bibel

15.08.2020

Barßel In der katholischen Kirchengemeinde St. Ansgar Barßel wird mit Petra Bürmann mit Beginn des kommenden Jahres eine neue Küsterin ihr Amt antreten. Die 48-jährige Barßelerin folgt auf Clemens Beelmann, der nach mehr als zehnjähriger Küstertätigkeit mit Ablauf des Jahres einen Schritt in den wohlverdienten Ruhestand macht.

Beelmann bleibt der Kirche aber zunächst erhalten. Er wird seine Nachfolgerin unterstützen und auch die Urlaubsvertretung übernehmen. Die neue Küsterin freut sich auf ihren umfangreichen Aufgabenbereich. Die verheiratete Mutter dreier Jungs ist mit Engagement bei der Sache. Der Glaube spielt im Leben von Petra Bürmann eine wichtige Rolle. Wie sie selbst, seien auch ihre drei Kinder christlich erzogen worden, erzählt Bürmann.

Anfang als Messdienerin

Die Barßelerin hat 2015 gemeinsam mit 19 Küstern an der Katholischen Akademie Stapelfeld erfolgreich ihre Ausbildung beendet. „Eigentlich hat mich Pastor Ludger Becker dazu bewogen, Küsterin zu werden. Ich habe damals schon angefangen, als Messdienerin die Gottesdienste zu begleiten“, sagt Bürmann. Da habe Pastor Becker gefragt, ob sie nicht Interesse habe, Küsterin zu werden.

Der Unterricht an der Katholischen Akademie Stapelfeld habe sich über zwei Blockwochen und einige Einzeltermine erstreckt, so Petra Bürmann. Die Lehrinhalte umfassten die Glaubenslehre und den praktischen Sakristanendienst. Die Teilnehmer befassten sich unter anderem mit den Gottesbildern im Alten und Neuen Testament und in der Kunst. Unterrichtsinhalte waren außerdem die Formen der Eucharistiefeier, Psalmengesänge und eine Einführung in sakrale Baustile.

Viele neue Aufgaben

Auch Fragen des Kirchen- und Arbeitsrechts sowie des Eherechts, die Gestaltung von Taufen und Trauungen und die Symbolik von Kerzen waren Teil der Ausbildung. Einige Inhalte haben auf den ersten Blick nichts mit dem Beruf der Küsterin zu tun: So ging es auch um Brandschutz, Erste Hilfe und Unfallverhütung.

Auf die neue Küsterin kommen eine Menge Aufgaben zu, denn sie hat mit Barßel und Harkebrügge gleich zwei Seelsorgebezirke zu betreuen. Die Arbeit erstreckt sich auch über das Wochenende und Feiertage. „Da muss auch die Familie mitspielen’“, sagt Bürmann.

Doch was macht eine Küsterin eigentlich noch? Sie ist für den Altarschmuck zuständig, sorgt für besonderen Schmuck zur Adventszeit, Weihnachten, Pfingsten, Ostern und Erntedank, bereitet die kirchlichen Rituale vor, hilft bei Taufen, Kommunionen, Trauungen und Trauerfeiern. Sie sorge aber auch für die Instandhaltung der Gebäude, so Petra Bürmann.

Den Beruf der Küsterin empfindet die gelernte Frisörin eher als eine Berufung. Sie sieht ihn als Dienst an Gott und ihrer Pfarrgemeinde. Als kompetente Mitglieder eines Pfarreiteams arbeiten Sakristane eigenständig und sind flexibel, da die Arbeitszeiten oft unregelmäßig sind.

„Wenn im Gemeindehaus keine Küsterseele ist, fehlt dort die Wärme“, sagt Pastor Ludger Becker. Barßels Geistlicher freut sich auf die neue Sakristanin.

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