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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Plattdeutsches Jahr In Barßel: Platt-Prominenz zieht es 2019 nach Barßel

17.01.2019

Barßel Plattdeutsch wird 2019 in Barßel groß geschrieben. In diesem Jahr ist die Gemeinde im hohen Norden Ausrichter des plattdeutschen Jahres des Heimatbundes Oldenburger Münsterland. Unter dem Motto „Platt is wat, för Jung un Olt“ richtet die Gemeinde Barßel über das Jahr verteilt mehrere Veranstaltung mit der plattdeutschen Sprache im Zentrum aus. Die NWZ gibt einen Überblick.

Das plattdeutsche Jahr beginnt offiziell am Samstag, 26. Januar, mit der großen Auftaktveranstaltung für geladene Gäste. Start ist um 9.30 Uhr im Schulzentrum Barßel. Auf der Bühne wird dann unter anderem Sandra Keck stehen. Die gebürtige Cuxhavenerin ist seit 1990 Schauspielerin am Hamburger Ohnsorg-Theater und stand schon mit den bekannten Bühnengrößen Heidi Kabel, Jürgen Pooch, Ursula Hinrichs und Uwe Friedrichsen auf der Bühne. „Frau Keck wird uns als Plattdeutsch-Expertin denke ich mit einem amüsanten Vortrag unterhalten“, freut sich Bürgermeister Nils Anhuth. Zur Auftaktveranstaltung sind verschiedene Gruppen sowie alle Heimat- und Bürgervereine des gesamten Oldenburger Münsterlandes eingeladen. „Bei der Auftaktveranstaltung wird getreu nach unserem Motto ’för Jung un Olt’ auch ein Kinderchor singen“, so Anhuth weiter.

Plattdeutsch lernen

Auch das Bildungswerk Barßel wurde von der Gemeinde mit in das Boot für das plattdeutsche Jahr geholt. Im Februar bietet die Einrichtung einen Schnupperkursus zum Plattdeutschlernen an und organisiert über das Jahr verteilt auch noch mehrere Vortragsabende sowie plattdeutsche Führungen. „Diese Angebote wurden aber nicht speziell für das plattdeutsche Jahr geschaffen. Das Bildungswerk und weitere Veranstalter hatten immer schon plattdeutsche Angebote in ihrem Programm“, sagt Anhuth.

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Dibaba kommt im März

Am 20. März hat sich ein weiterer plattsprechender Prominenter für Barßel angekündigt: Der Moderator und Entertainer Yared Dibaba kommt in das Seemannsdorf. Mit im Gepäck hat er dabei sein neues Stand-up-Programm. „Das wird dann eine öffentliche Veranstaltung. Über den Start des Vorverkaufs werden wir rechtzeitig informieren“, so der Bürgermeister weiter. Als aus Äthiopien stammender Plattdeutsch sprechender Moderator und Schauspieler machte sich Yared Dibaba unter anderem beim Ohnsorg-Theater und beim NDR einen Namen. Plattdeutsch lernte Dibaba in seiner Schulzeit in Ganderkesee. „Dibaba spricht somit auch Oldenburger Platt, und so passt er natürlich perfekt in das plattdeutsche Jahr“, freut sich Anhuth. Auch mehrere Bücher wie „Platt is mien Welt“ und „Mien Welt blifft Platt“ hat Dibaba schon geschrieben.

NWZ-Aktion zum Plattdeutschen Jahr

Auch die Nordwest-Zeitung möchte sich mit einer kleinen Serie am Plattdeutschen Jahr beteiligen. Neben den normalen Berichten über die Veranstaltungen im Rahmen des Plattdeutschen Jahres sollen auch Texte auf Plattdeutsch veröffentlicht werden.

Diese Texte werden dann in unregelmäßigen Abständen auf der Barßel-Seite veröffentlicht. Dies können Gedichte, Geschichten, Begriffserklärungen oder andere Anekdoten auf Platt sein.

In der Serie „Wat up Platt“ arbeitet die Nordwest-Zeitung eng mit Heinz Scheele und weiteren Mitgliedern des Bürger- und Heimatvereins zusammen, die teilweise als Autoren agieren.

Mit einer plattdeutschen Rede im Bundestag machte Johann Saathoff (SPD) im März 2018 auf sich aufmerksam. Diese war eine Reaktion auf die Forderung der AfD Deutsch als Landessprache im Grundgesetz festzuschreiben. „Düütschland word neet armer dör anner Spraken, Düütschland word rieker“, sagte Saathoff im Bundestag. Eine Veranstaltung mit dem Abgeordneten aus Ostfriesland soll im Herbst in Barßel stattfinden.

Tag an den Schulen

Am 7. April beteiligt sich auch die Gruppe „Klangklör“ am plattdeutschen Jahr. Sie wollen in Harkebrügge Gedichte musizieren lassen. „Ebenfalls soll an den Schulen und Kindergärten ein plattdeutscher Tag stattfinden. Dieser ist aber noch nicht genau terminiert“, gibt Anhuth bekannt. Für ihn zählen auch die Theateraufführungen der Gruppen aus Elisabethfehn und der Kolpingfamilie Barßel in das Jahr mit rein. „Eine Maiandacht auf Platt und neue Hofführungen sind ebenfalls angedacht“, so Anhuth.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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