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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

„Platt“ verbindet Alt und Jung

28.01.2019

Barßel Die Eröffnung des Plattdeutschen Jahres des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland am vergangenen Samstagvormittag in Barßel war ein grandioser Auftakt und macht neugierig auf mehr. Die rund 200 Besucher in der voll besetzten Aula im Schulzentrum erhielten durch das sehr abwechslungsreiche Programm einen hervorragenden Eindruck von der enormen Vielfalt der plattdeutschen Szene in Barßel: vom Gesangverein „Harmonia“ Harkebrügge, dem Gesangsteam Barßel, den Kindern der Grundschulen Barßel und Harkebrügge sowie der Soeste-Schule und dem Duo „Klangklör“ und natürlich durch den Shanty-Chor Barßel.

Das Plattdeutsche Jahr im Seemannsdorf Barßel steht unter dem Motto „Platt is wat för Jung un Olt“. Neben dem Auftakt gibt es im Laufe des Jahres zahlreiche Veranstaltungen, und es versteht sich: alle auf Platt. Charmant und auf Plattdeutsch moderierte der Plattdeutschbeauftragte der Gemeinde Barßel, Georg Hoffbuhr, durch das rund dreistündige Programm.

„Leiwe Börgers – Fraulüe, Mannslüe, Jungvolk, Kinner – un aale, die gern Platt schnackt“: So begrüßte Barßels Bürgermeister Nils Anhuth die Gäste. Dabei gestand er gleich zu Anfang seiner Ansprache ein, dass er eigentlich selbst gar kein Platt spreche. Doch die Ansprache auf bestem Barßeler Platt habe er sich nicht nehmen lassen wollen. Er wisse, dass in Zeiten der Globalisierung nicht mehr überall zu Hause die Kinder in zweisprachiger Kombination „Hoch/Plattdeutsch“ aufwüchsen. Daher sei es wichtig, dass in den Schulen und Kindergärten die Sprache gepflegt werde.

„Plattdeutsch ist Heimat“, sagte Anhuth, die Mundart verbinde Menschen. Sie strahle Wärme und Herzlichkeit aus. Die Gemeinde Barßel habe ein abwechslungsreiches Programm für das anstehende Jahr auf die Beine gestellt. Er freue sich, dass damit dieser Sprache die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt werde.

Das Plattdeutsche Jahr geht auf eine Initiative des Heimatbundes Oldenburger Münsterland zurück. 23 Kommunen sind in dem Verband organisiert und pflegen reihum das Plattdeutsche Jahr. Im vorigen Jahr hatte die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden (Kreis Vechta) das Plattdeutsche Jahr in Szene gesetzt. Der stellvertretende Bürgermeister Rainer Duffe und Reinhard Schwarze von den „Plattenspeelers“ übergaben die symbolische Holztafel, auf der die Namen der beteiligten Gemeinden verzeichnet sind, an Bürgermeister Nils Anhuth.

In seinem Grußwort betonte der Präsident des Heimatbundes, Stefan Schute, wie wichtig Sprache für die Identität der Menschen sei. Platt sei der Schlüssel, um die Herzen der Menschen zu erreichen. Er freue sich, dass überall im Oldenburger Münsterland die plattdeutsche Sprache aufrechterhalten werde.

Sandra Keck, Schauspielerin des Hamburger Ohnsorg-Theaters, Sängerin und Autorin, unterhielt die Gäste in ihrem „Festvördrag“, der eigentlich gar keiner war. Sie trug recht amüsant zahlreiche plattdeutsche Geschichten, Anekdoten und Döntjes vor. Da blieb so manches Auge nicht trocken. Und auch gesanglich begeisterte die 51-jährige Powerfrau die Heimatfreunde im Schulzentrum in Barßel.

Im kommenden Jahr ist die Stadt Damme Ausrichter des Plattdeutschen Jahres.

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