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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Kirchturm soll abends strahlen

20.09.2018

Barßel Fast ein Jahr lang war der Turm der katholischen Kirche Ss. Cosmas und Damian in Barßel eine Baustelle. Immer wieder drang in den vergangenen Jahren Wasser in das alte Gemäuer ein und drückte nach innen. Doch damit ist es jetzt vorbei. Die Kirchturmsanierung in Barßel ist bis auf ein paar kleine Restarbeiten abgeschlossen. „Die ganze Sanierung hat auch lange genug gedauert. Mit einer Sanierungszeit von einem Jahr hatten wir anfangs nicht gerechnet“, sagt Theodor Dwertmann, Architekt aus Cappeln, der die Kirchturmsanierung maßgeblich geplant hat.

Schon seit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg in den Fünfzigerjahren hat der Barßeler Kirchturm mit der Feuchtigkeit zu kämpfen. Zuletzt wurde der Turm Ende der Achtzigerjahre saniert und bekam ein neues Fugennetz. Dort hindurch drückte die Feuchtigkeit aber weiter auf die Sandsteinbänke und dann weiter durch das Vollmauerwerk hindurch ins Innere. Dafür wurde der Putz im Turm abgenommen und die Wand wird auch in den nächsten zwei Jahren nicht neu verputzt, damit die Wände trocken können.

Die enorme zeitliche Verzögerung der Sanierung ist den witterungsbedingten Extremlagen zu verschulden. „Wir hatten einen extrem kalten Winter und dann einen extrem heißen Sommer. In beiden Jahreszeiten konnten bestimmte Arbeiten nicht ausgeführt werden“, sagt Hans Geesen, Mitglied im Pfarreirat der katholischen Kirchengemeinde St. Ansgar. Im Winter war der Aufgang zum Turm sehr glatt und im heißen Sommer trocknete der Mörtel in den Fugen so schnell, dass er herausbröckelte.

Doch noch eine Sache verschob den Terminplan. Ganz oben auf der Laterne des Turms sind bei den Sanierungsarbeiten weitere Schäden am Kupferdach entdeckt worden. Und da das Gerüst ja schon stand, war es praktisch, auch diese Schäden gleich mitzumachen. „An vielen Nahtstellen und auch in den Falzungen sind Risse, durch die sich das Wasser natürlich seinen Weg sucht“, so Dwertmann.

Der neue Mauerverblender des Turms wurde aus Ziegelsteinen gestaltet, die in Gescher (Nordrhein-Westfalen) extra für den Barßeler Kirchturm gebrannt wurden. Optisch passt sich der Verblender dem Ursprungsmauerwerk des Kirchenschiffes an – nur etwas heller sind die Steine noch als das alte Kirchenschiff. Ebenfalls neu ist der neue Rundbogen über den Hauptportal, der auch in der ursprünglichen Kirche schon enthalten war.

Etwas über 400 000 Euro kostet die Kirchturmsanierung. „Wir haben zwar noch nicht alle Rechnungen da, aber ich denke die Kosten werden im Rahmen bleiben“, so Geesen. Den Großteil der Kosten übernimmt das Bischöflich Münstersche Offizialat (65 Prozent), der Rest wird mit Fördermitteln des Denkmalschutzes der EU finanziert. Das sind dann um die 75 000 Euro.

Sobald alle Arbeiten fertig sind, soll der Kirchturm in Zukunft auch angestrahlt werden. „Die Kabel für eine Außenbeleuchtung sind direkt mitverlegt worden. Ich glaube so eine Bestrahlung wäre ein Gewinn für Barßel und bringt etwas mehr Stimmung in die dunkle Jahreszeit“, sagt Geesen. Insgesamt soll die Installation der dafür notwendigen Scheinwerfer 10 000 Euro kosten. Die Kirche wird dann von drei Seiten mit Licht geflutet. „Wir hoffen in dieser Angelegenheit auf viele Spenden. Von einer schön beleuchteten Kirche hat ja auch jeder Barßeler etwas“, so Geesen. Die Beleuchtung soll noch bis zum Winter fertig sein und mit den Straßenlampen zusammen jeden Abend ausgeschaltet werden.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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