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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Ende für die Schwesternstation

16.10.2019

Barßel Genau 40 Jahre haben die beiden Schwestern vom heiligen Kreuz, (auch Menzinger Schwestern), Schwester Magda Maria und Schwester Romana, ihren Dienst im Sinne des Herrn in Barßel in der katholischen Kirchengemeinde St. Ansgar versehen. Bisher haben sowohl Ordensschwester Magda Maria Lück als auch Schwester Romana Weber keinen Tag an ihrem „Arbeitsort“ bereut. Wenngleich sie ihren offiziellen Dienst in der Kirchengemeinde schon vor Jahren beendet hatten, waren sie immer noch ehrenamtlich für die Kirche und Seelsorge tätig.

Doch nun ist für die mittlerweile 92-jährige Schwester Magda Maria und für die 80-jährige Schwester Romana endgültig Schluss. „Aus Alters- und Gesundheitsgründen wird die Schwesternstation an der Hafenstraße in Barßel aufgegeben. „Mit der Provinzoberin Schwester Marika wurde eine menschliche, einvernehmliche Vereinbarung getroffen“, sagt Pfarrer Ludger Becker. Schwester Magda Maria wird in das St.-Elisabeth-Stift umziehen und noch nach Kräften in der Seelsorge und Caritas helfen. Schwester Romana zieht es ins Mutterhaus nach Altötting in eine Wohngruppe. Damit ist sie in ihrer Heimat Bayern und viel näher bei ihrer Familie.

Am Sonntag, 27. Oktober, wird Schwester Romana um 11 Uhr in einem Gottesdienst verabschiedet. Danach findet ein Empfang im Pfarrheim statt. Im Jahre 1979 kamen die beiden Nonnen nach Barßel. Im Jahre 1980 übernahm Schwester Romana die Leitung des Kindergartens „Heilige Familie“. Die in Passau geborene Schwester blickt auf ein paar wunderbare und schöne Jahre mit den vielen Mädchen und Jungen im Kindergarten zurück. „Es war schon rührend, wie ich von den Kinder verabschiedet wurde“, sagt die 80-Jährige.

Anders sah das „Arbeitsleben“ von Ordenskollegin Schwester Magda Maria aus. Fast 25 Jahre war die in Bakum geborene und heute 92-Jährige im Pfarrbüro sozusagen die „Sekretärin“ von Pfarrer Hermann Bergmann. Dort hat sie fast sämtlichen Papierkram erledigt. Doch das war nicht die einzige Arbeit. Seelsorgerisch war Schwester Magda Maria fast täglich im Einsatz.

Seit Jahren zählten die beiden Frauen zu den guten Seelen im Ort. Zusammen bereiteten sie die Kinder auf die Erstkommunion vor. Beide Schwestern sind nicht nur 40 Jahre im Ort, sondern haben in dieser Zeit auch in der Pfarrkirche den Küster vertreten und für saubere „Kirchenwäsche“ gesorgt. Auch ansonsten legten beide auch im Ruhestand die Hände nicht in den Schoß. In der Kapelle im Gesundheitszentrum sorgten sie für den „Kapellendienst“. Während Magda Maria dort jeden Samstag für die Pflegestation eine Wortgottesfeier hielt, kümmerte sich Romana um den Missionskreis und arbeitete aktiv in der Rumänienhilfe mit.

Der Besuch älterer und kranker Mitmenschen ist für beide eine Selbstverständlichkeit. „Gerade die alten Menschen warten auf Besuch“, sagt Schwester Magda Maria, die es eher liebt still im Hintergrund zu arbeiten. Auch wenn sie längst pensioniert sind, blieben beide stets in „Rufweite“.

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