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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Sanierter Kirchturm in Sichtweite

27.07.2018

Barßel Herrlich ist der Ausblick über Barßel in 36 Metern Höhe. Malerisch funkelt das Wasser des Hafens an diesem Donnerstag in der Sonne. Ganz friedlich ist es hier oben. Diesen prächtigen Ausblick vom Kirchturm der katholischen Pfarrkirche Ss. Cosmas und Damian soll bald auch wieder jeder Barßeler genießen können. Doch zuvor müssen die Sanierungsarbeiten an dem Kirchturm der spätklassizistischen Säulenhallenkirche abgeschlossen werden.

Bereits in der kommenden Woche sollen die letzten Malerarbeiten an den Holzteilen beendet sein, berichtet der zuständige Architekt Theodor Dwertmann aus Cappeln. Auch die letzten Fugen werden noch abgespritzt, ehe dann ab der übernächsten Woche das große Baugerüst abgebaut werden soll. „Der Gerüstabbau wird voraussichtlich eine gute Woche dauern“, so der Architekt. Anschließend sind noch rund vier Wochen nötig für die abschließenden Arbeiten. Dazu zählen u.a.: die Erneuerung der Fugen an den westlichen Ecken des Kirchenschiffs und die Arbeiten an den Außenanlagen am Sockelanschluss des Turms (Pflasterung etc.).

Im Inneren des Turms wird innerhalb besagter vier Wochen zum Teil der Putz heruntergenommen. Zwei Jahre lang soll nicht neu verputzt werden, damit das Gemäuer die Feuchtigkeit nach innen verlieren kann, so Architekt Dwertmann. Dann wird neu bewertet. Schon seit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg in den 50er Jahren hat der Barßeler Kirchturm mit der Feuchtigkeit zu kämpfen. Zuletzt wurde der Turm Ende der 80er Jahre saniert und bekam ein neues Fugennetz. Dort hindurch drückte die Feuchtigkeit aber weiter auf die Sandsteinbänke und dann weiter durch das Vollmauerwerk ins Innere.

Im September soll das Sanierungsprojekt, das Ende September 2017 begonnen hatte, abgeschlossen sein. „Dann wird es eine Wiedereinweihungsfeier geben“, sagt Johannes Geesen, Mitglied im Pfarreirat der katholischen Kirchengemeinde St. Ansgar. „Für Barßel hat die Pfarrkirche eine große Bedeutung“, so der ehemalige Kirchenprovisor. Dieser hohe Stellenwert soll nach der Fertigstellung der Sanierung durch eine besondere abendliche Beleuchtung des Kirchturms hervorgehoben werden.

Die Sanierungsarbeiten hatten sich aufgrund des Frostes im Winter, aber auch der sommerlichen Hitze der zurückliegenden Wochen verzögert. „Wenn es zu heiß ist, trocknet zum Beispiel der Mörtel in den Fugen zu schnell und bröselt heraus“, erklärt Dwertmann.

Schon jetzt erstrahlt der Kirchturm im neuen Glanz. Der neue Mauerverblender wurde aus Ziegelsteinen gestaltet, die in Gescher (Nordrhein-Westfalen) extra für den Barßeler Kirchturm gebrannt wurden. Optisch passt sich der Verblender dem Ursprungsmauerwerk des Kirchenschiffes an. „Das Ziel war es, wieder eine Einheit zu schaffen“, sagt Dwertmann. Auch einen neuen Sandsteinsockel hat der Kirchturm bekommen. Fertiggestellt ist auch der neue Rundbogen über der Eingangstür.

Im oberen Bereich, wo sich die Kirchturm-Uhr befindet, wurde das Mauerwerk ausgebessert und die Kirchturmlaterne saniert. Der Übergang zum alten Mauerwerk, dort, wo sich der Turm verjüngt, wurde zum Teil mit neuen Kupferelementen verkleidet. Auch die Ziffernblätter der Kirchturmuhr erstrahlen nach Malerarbeiten wieder in neuem Glanz. Für die Beleuchtung der Zeiger wurden die Glühbirnen (Soffitten) ausgetauscht. Einzelne Holzelemente der Schallluken für die vier noch aktiven Kirchenglocken wurden ersetzt.

Die Holzbrüstung in luftiger Höhe musste teils erneuert werden, da das Holz brüchig war. Nun muss das Geländer noch gestrichen werden, wie auch die Holz- und Eisenteile des Gebälks, an dem die alte Kirchenglocke befestigt ist. Der Boden der Kirchturmlaterne wurde komplett neu mit Kupfer verkleidet. Das Dach wurde u.a. an den Ecken mit neuen Kupferelementen ausgebessert, da Wasserschäden entdeckt worden waren. Zudem wurden die Anschlüsse vom Kirchenschiffdach an das neue Turm-Mauerwerk neu abgedichtet.

Kosten wird die Kirchturmsanierung durch Mehrkosten etwas über 400 000 Euro. Den Löwenanteil übernimmt das Bischöflich Münstersche Offizialat (65 Prozent), der Rest wird mit Fördermitteln der EU finanziert.

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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