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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Hier werden alle Paare gesegnet

13.02.2019

Barßel „Viele wissen nicht, dass weltliche Feiertage oft einen kirchlichen Hintergrund haben.“ Auch der Valentinstag hat einen christlichen Hintergrund. Pfarrer Ludger Becker von der katholischen Kirchengemeinde St. Ansgar hält seit 2011 eine Messe zum Valentinstag, zu der alle verliebten Paare aus Harkebrügge, Elisabethfehn und Barßel eingeladen sind.

Zum Hintergrund des Valentinstags gibt es verschiedene Legenden. Meist wird der Ursprung auf die Legende von Bischof Valentin von Terni zurückgeführt. „Der Heilige Valentin lebte im dritten Jahrhundert, zu einer Zeit, als Christen verfolgt wurden“, sagt Pfarrer Becker. Der Bischof traute Menschen, die nicht heiraten durften, wie etwa Soldaten. „Der römische Kaiser hat ihnen die Ehe verweigert, sie sollten nur für ihr Vaterland kämpfen.“ Der Legende nach schenkte der Bischof den Frischverheirateten Blumen. Am 14. Februar 269 wurde er hingerichtet.

Im Laufe der Zeit verlor der Tag an Bedeutung. Die Zahl der Heiligen nahm zu und 1969 wurde der Tag aus dem liturgischen Kalender gestrichen.

Irgendwann sei der Valentinstag jedoch aus den USA nach Europa gekommen. Wie einige seiner Kollegen, wollte Becker wieder den kirchlichen Hintergrund des Gedenktags betonen. Daher feiert er jedes Jahr die Messe mit dem persönlichen Segen für die Paare. Das Wort segnen bedeutet übersetzt „gut sagen“. Und „es gibt nichts wichtigeres, als dem Menschen, mit dem man sein Leben verbringt, hin und wieder etwas Gutes zu sagen.“ Das gelte nicht nur am Valentinstag.

Mit dem Segen solle betont werden, dass es gut sei, wenn Menschen zueinander finden und „in freier Entscheidung ja sagen“. Kein Staat und kein Gesetz könne jemandem vorschreiben, in wen sich jemand verliebe.

Beim Segen soll deutlich gemacht werden, dass auch und besonders in einer Partnerschaft gegenseitige Achtung und Respekt wichtig sind. „In jeder Beziehung gibt es Krisen.“ Der Segen könne eine Stärkung sein. „Es tut gut, wenn jemand sagt ,Ich achte dich und respektiere dich, auch, wenn wir unterschiedliche Meinungen haben.’“

Die Idee zu einer Messe zum Valentinstag hat der Pfarrer aus seinen vorherigen Stationen im westfälischen Teil des Bistums Münster. Und auch in Barßel sei diese Feier sehr beliebt. „Es war von Anfang an ein voller Erfolg.“ Es kämen viele unterschiedliche Paare, manche frisch verliebt, manche, die bald heiraten wollen oder auch welche, die ein Ehejubiläum haben.

Das Motto der diesjährigen Messe ist „Liebe ist nicht nur ein Wort“. Daran soll ein Präsent erinnern: Die Paare bekommen etwas Süßes geschenkt. „Liebe geht bekanntlich durch den Magen.“ Nach der Messe und dem Segen gibt es im Kirchturm einen Sektempfang, und die Paare können sich austauschen.

Der Pfarrer segnet alle Paare, egal ob jung oder alt, ob frisch verliebt oder schon lange verheiratet. In einigen Kirchengemeinden gebe es Bedenken – was, wenn zum Beispiel homosexuelle Paare kämen? Doch da sieht Pfarrer Becker kein Problem. „Jeder, der sich liebt, wird gesegnet.“ Er mache dabei keinen Unterschied zwischen hetero- und homosexuellen Paaren.
 Die Eucharistiefeier beginnt am Donnerstag, 14. Februar, um 19 Uhr in der Pfarrkirche Ss. Cosmas und Damian. Im Anschluss können alle Verliebten persönlich durch Pfarrer Ludger Becker oder Kaplan Anil Bandi Gottes Segen empfangen.

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Manuela Wolbers Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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