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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Bauern protestieren in Cloppenburg

25.08.2015

Cloppenburg Montag, 17.30 Uhr, von weitem ist das Hupen zu hören, derweil schiebt sich eine Trecker-Kolonne mit rund 20 Fahrzeugen langsam durch Cloppenburg, begleitet von einer Polizei-Eskorte. Ziel der Landwirte ist das Büro des CDU-Bundestagsabgeordneten Franz-Josef Holzenkamp an der Löninger Straße 1. Dort wollen sie ihrer Forderung nach faireren Milchpreisen Nachdruck verleihen.

Die Landwirte gehören einer bundesweiten Protestbewegung – initiiert vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) – an, die sich am Montag auf den Weg gemacht hat. Der Startschuss fiel im schleswig-holsteinischen Hohenwestedt – unterstützt von dänischen Kollegen – und parallel im niedersächsischen Krummhörn mit insgesamt mehr als 50 Treckern. Von dort aus begannen die Staffelfahrten quer durch Deutschland. Immer wieder schlossen sich Landwirte für einige Kilometer an. Ziel ist eine große Protestkundgebung am 1. September in München. Kurz davor werden zwei weitere Trecks starten, einer in Baden-Württemberg und einer in Bayern.

Mit ihren Protesten stehen die deutschen Bauern nicht allein da, schon in Frankreich, Belgien und Dänemark sind die Landwirte auf die Straße gegangen. In Cloppenburg geht es gemäßigt zu. An der Wut der Bauern ändert das allerdings nichts. „Wir verbrennen jeden Tag Geld, und das seit acht Monaten“, sagt ein Landwirt aus dem Kreis Diepholz, der seinen Namen aber nicht nennen möchte. Nicht selten müsse Eigentum verkauft werden, um über die Runden zu kommen. So wie ihm, gehe es vielen. „Mit ein Grund“, so BDM-Sprecher Hans Foldenhauer, „dass wohl so viele Landwirte die Aktion begleiten“. Zwischendurch sei der Treck auf mehr als 50 Schlepper angewachsen, jetzt seien es noch rund 20. Für die Kundgebung in München erwartet er 500 Trecker.

Ihrer Wut haben einige der Bauern noch in Cloppenburg freien Lauf gelassen. Da Holzenkamp nicht in seinem Büro war, kippten sie einfach vor dem Hintereingang der CDU-Geschäftsstelle rund zehn Liter frische Milch aus und hängten eine Sichel ans CDU-Schild. „Als Botschaft für die Politik“, sagen sie. Am Dienstag wird diese Botschaft sicher einen deutlichen Geruch verströmen.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/cloppenburg 
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Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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