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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Beeindruckende Inszenierung in historischer Kulisse

31.05.2010

CLOPPENBURG Stehend applaudierten die Zuschauer am Sonnabend und bedankten sich damit im Hof der Wehlburg des Cloppenburger Museumsdorfs für einen perfekt inszenierten „Schimmelreiter“. Das Oldenburger Ensemble der August-Hinrichs-Bühne setzte Theodor Storms Novelle „Der Schimmelreiter“ überzeugend als niederdeutsches Schauspiel in Szene.

Christian Beermann als Hauke Haien, dem Sonderling, der sich lieber mit den Berechnungen des Deiches beschäftigt anstatt zu feiern, gebührte eine extra Portion Künstlerbrot. Trotz Erkältung spielte er mit voller Hingabe und Dramatik den im Dorf Unverstandenen. Dabei will Hauke doch nur die Deichsicherheit für das Dorf erhöhen und mit seinem „Hauke-Haien-Deich“ einen neuen Koog schaffen.

Nach dem Tod des alten Deichgrafen (Hajo Freitag) ist der Weg frei für Hauke. Zuerst bekommt er die Tochter Elke (Elske Brukert), dann wird er zum neuen Deichgrafen bestellt. Durch seine akribischen Kontrollen macht Hauke den Dorfbewohnern das Leben schwer und beschwört damit Eifersucht und Neid der abergläubischen Küstenbewohner herauf. Insbesondere sein Widersacher Ole Peters (Michael Cramer) hetzt gegen Hauke, und Vollina Harders (Britta Junker) bezirzt den frischen Bräutigam.

Widerwillig bauen Carsten (Lars Möller), Iven Johns (Clemens Larisch) und Lawernz (Hartmut Ruthenberg) mit den Dorfbewohnern den neuen Deich. Der Intrige Oles folgend, vernachlässigt Hauke den alten Deich. Bei der aufziehenden Sturmflut stiftet Ole die Bauern zum Durchstechen des neuen Deiches an, und die Katastrophe nimmt seinen Lauf. Als Mahner und Erzähler treten Waltraud Bredfeldt als Trin Jans, Dieterfritz Arning als Jewe Manners und Gerhard Jansen als Schulmeister vor die Bühne. Nur einer ist nicht zu sehen: Der Schimmel. Aber man hört ihn schnauben, traben und wiehern – beeindruckend.

Die von John von Düffel bearbeitete Novelle, in der Fassung von Michael Uhl und von Cornelia Ehlers ins Niederdeutsche übersetzt, wurde eigens für die Ausstellung „Alles fließt – Kulturgeschichte des Wassers“, die derzeit im Museumsdorf gezeigt wird, ins Programm genommen.

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