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Sammlung: Bei Brinkmann muss Technik stimmen

17.03.2016

Bösel Die Uhren im Wohnzimmer von Heinz Brinkmann in Bösel ticken unaufhörlich. „Musik“ in den Ohren des Uhrmachermeisters. Zur vollen Stunde gibt es gar ein kleines vielstimmiges Konzert im Hause Brinkmann. Wer dort zu Gast ist, der kommt schnell auf die Leidenschaft von Heinz Brinkmann: Uhren.

„Das ist irgendwann entstanden“, berichtet der Böseler. „Je älter desto besser“ – diesem Sammlerspruch folgt Heinz Brinkmann nicht. Für ihn ist die Technik entscheidend.

Die Junghans „Ato-Mat“ fasziniert ihn bis heute. Verarbeitet darin ist eine elektrodynamische Antriebstechnik, die „die Uhrenindustrie revolutioniert hat“, beschreibt der Sammler. Allerdings war die Zeit der „Ato-Mat“ begrenzt. Sie sei schnell durch Quarz-Technik überholt worden. Junghans – die Marke hat es ihm angetan. „Ich habe von jedem Modell eine“, rund 40 Exemplare, berichtet Heinz Brinkmann. Auch alte Taschenuhren sind darunter zu finden.

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Alte Wanduhren hängen in seinem „Uhrenzimmer“, einige aus dem Hause Büter. Doch die Uhren des früheren Dorfuhrmachermeisters aus Lindern findet man heute nur noch ganz selten. Selbst an Ersatzteile komme man kaum noch heran. Die älteste Büter-Uhr, die Brinkmann besitzt, stammt aus dem Jahr 1836. Nur dank seiner Uhr, die heute im Museum liegt, habe man festgestellt, dass schon der Vater des Uhrmachermeisters Uhren herstellte. „Alles Handarbeit“, berichtet Heinz Brinkmann über die Besonderheit, „selbst die Zahnräder“. Durch Zufall war er bei einer Haushaltsauflösung auf seine erste Büter-Uhr gestoßen.

Einige exquisite Exemplare seiner Sammlung, die unbedingt auch farblich passen müssen, stehen im „weißen Zimmer“. So auch eine Standuhr mit weißem Gehäuse, die er sich jüngst aus Dänemark hatte liefern lassen.

Wie groß seine Sammlung ist, weiß Heinz Brinkmann nicht. Sie wächst ständig weiter. Gelegentlich bekommt Heinz Brinkmann auch ein Exemplar geschenkt. Das versieht er mit einem Schild mit der Herkunftsgeschichte. „Die Geschichten, die an den Uhren hängen, finde ich sehr spannend“, berichtet der Unternehmer. Besonders stolz ist er auf die Tischuhren der Marke Jaeger LeCoultre, die sich über Luftdruckveränderungen aufziehen. Ein Exemplar hatte er aus Amerika bekommen – auch das eine Uhr mit bewegter Geschichte.

Alle Uhren seiner Sammlung müssen funktionieren. Viele Stunden arbeitet der Böseler daran, die Uhren wieder zum Laufen zu bekommen.

Uhren in kleinen Koffern, Hippie-Exemplare, sehr empfindliche Sägeuhren, sogar Stempeluhren, französische Pendule, Spindeluhren – die Varianten sind vielfältig. Nur moderne Smartwatches – „die passen nicht in meine Sammlung“, sagt Brinkmann.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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