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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Interesse an Sprache groß

30.08.2017

Berlin /Scharrel Wie jedes Jahr hat das Bundesministerium des Innern am Wochenende zum Tag der offenen Tür der Bundesregierung eingeladen. Und wie jedes Jahr nahm auch das Minderheitensekretariat, unterstützt durch Vertreter aller vier autochthonen nationalen Minderheiten (Nord- und Saterfriesen, Dänen in Südschleswig, Sinti und Roma, Lausitzer Sorben) daran teil. Mit dabei waren wieder Karl-Peter Schramm und seine Frau Elisabeth aus Scharrel als Vertreter der Saterfriesen.

„Es war ein interessantes Wochenende“, sagt Karl-Peter Schramm. Dieses Mal hätten die deutschen Sinti und Roma zum Kulturprogramm beigetragen. So führte die Familie Grünholz mit ihrem Marionettentheater „Die rollende Kulisse“ das Märchen „Der Froschkönig“ auf. Hatten sonst die Saterfriesen Volkstänze gezeigt, waren es ungarndeutsche Schüler des Ungardeutschen Bildungszentrums Baja, die traditionelle Tänze präsentierten.

Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM), der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, dem Bundesverwaltungsamt sowie dem Museum Friedland informierten die Vertreter der Minderheiten am Stand des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk, am Samstag und Sonntag über ihre Anliegen.

Zahlreiche Besucher kamen, konnten Informationsmaterialien erhalten und sich bei den Vertretern persönlich informieren. „80 Prozent der Leute hatten von Friesen gehört, aber nicht von den Saterfriesen“, erzählt Schramm. In Gesprächen über das Saterland und seine Saterfriesische Sprache hätten sich die Besucher sehr interessiert, aber auch erstaunt gezeigt, dass es dort solch eine Sprachminderheit gebe.

Mit etwas Hilfe konnten Besucher auch ein Quiz rund um die Minderheiten lösen. Ein beliebter Preis war hier dänisches Lakritz. Die Sorben boten Spreewaldgurken an. Beides ließ sich am Sonntag auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière schmecken. „Wir wollen nächstes mal auch etwas anbieten, zum Beispiel Schwarzbrot mit Schmalz“, sagt Schramm.

Im Vordergrund stand aber die europäische Bürgerinitiative „Minority Safepack – Du bist nicht allein. Eine Million Unterschriften für die Vielfalt Europas“. Nach einem Rechtsstreit vor dem Europäischen Gerichtshof wurde „Minority Safepack“ im April von der EU-Kommission registriert. Dabei geht es darum, den Schutz für Angehörige nationaler Minderheiten und Sprachminderheiten zu verbessern sowie die kulturelle und sprachliche Vielfalt in der Union zu stärken.

Ein Jahr lang müssen in mindestens sieben EU-Mitgliedsstaaten mindestens eine Million Unterschriften gesammelt werden. In Deutschland sind es 75 000 Unterschriften. Bis zum Frühjahr 2018 kann noch gesammelt werden.

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