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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Flucht im historischen Kontext

06.01.2018

Bösel Flucht und Vertreibung – ein Thema, das in den vergangenen Jahren wieder enorm an Bedeutung gewonnen hat – in einem Maße, wie es vorher nicht zu erwarten gewesen wäre. Der Ortsverband Bösel des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge will sich nun dieses Themas in Form einer Ausstellung annehmen, die in der Volksbank Bösel gezeigt wird.

Auch wenn der große Flüchtlingszustrom nach Deutschland nachgelassen hat: Noch immer erreichen tausende Menschen täglich Deutschland und die Europäische Union: Flüchtlinge und Vertriebene aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten, aber auch aus Afrika und Südosteuropa suchen bei uns Schutz und menschenwürdige Lebensperspektiven.

„Die aufnehmenden Länder stellte dies vor Herausforderungen. Auch heute noch stellt die Integration der Menschen eine große gesellschaftliche Aufgabe dar – sei es in den Arbeitsmarkt oder in sozialen Einrichtungen und Schulen. Diese Flüchtlingswelle erinnere an die Trecks der Flüchtlinge nach den Zweiten Weltkrieg, so der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der die Wanderausstellung konzipiert hatte: „Menschen, die ihre Heimat aus Angst vor Gewalt und Elend verlassen mussten und oft nicht mehr besaßen als sie am Leibe trugen; viele von ihnen hatten ihre Angehörigen verloren oder waren von den Kriegsereignissen traumatisiert.“

Montag eröffnung

Die Wanderausstellung wird am Montag, 8. Januar, um 18 Uhr in der Volksbank Bösel offiziell eröffnet. Die Begrüßung nimmt Bürgermeister Hermann Block vor. In die Thematik einführen wird Herbert Bley, Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Ortsverband Bösel. Ein Grußwort spricht Marco Wingert, Bildungsreferent im Bezirksverband Weser-Ems. Das Rahmenprogramm wird von Schülern der Oberschule Bösel gestaltet.

Die Ausstellung lasse sich von den Fragestellungen der gegenwärtigen Problemlagen leiten, wobei die historisch-politischen Hintergründe des Themas den Bezugsrahmen abbilden sollen. Ziel des historisch geprägten Teils sei es, die Erinnerung an die Ereignisse der Flucht und Vertreibung der Deutschen von 1933 bis 1945/46 in einer europäischen Perspektive zu beleben.

Dabei solle die Analyse aufzeigen, wie Mechanismen der Gewaltmigration funktionieren, aber auch, wie die Opfer dort, wo sie ankommen, mit ihrer neuen Situation zurechtgekommen sind.

Diese Ausstellung ist wissenschaftlich begleitet worden durch Professor Dr. Jochen Oltmer, IMIS – Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien an der Universität Osnabrück.


     www.volksbund.de 
Reiner Kramer
stv. Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2901

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