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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Auszeichnungen: Zwei Vize-Weltmeister unter den Geehrten

20.12.2019

Bösel Mehrere Deutsche Meister und sogar zwei Vize-Weltmeister – allen Grund, Sportler und Kulturschaffende aus der Gemeinde Bösel zu ehren, hatte Bürgermeister Hermann Block am Mittwochabend im Heimathaus. Insgesamt 19 Urkunden, verbunden mit einer monetären Zuwendung, konnte Block überreichen. „Die Ehrungsrichtlinien geben für diese Form der Auszeichnung hohe Ansprüche vor“, betonte er. Die zu Ehrenden hätten sich um den Sport und die Kultur in und für die Gemeinde Bösel verdient gemacht – und das mit „höchster Qualität“ auf nationaler und internationaler Ebene.

„Mit Euren großartigen Erfolgen und Eurem sympathischen Auftreten auf großen Wettkämpfen habt Ihr auch unsere Gemeinde würdig vertreten“, betonte Block, der dafür Dank des Böseler Rates und der Verwaltung aussprach. Die Gemeinde stehe zu ihrer Verantwortung, Sport und Kultur im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten weiterhin zu fördern. Die Gemeinde sei stolz auf und froh über die vielfältige und vielseitige Sport- und Kulturlandschaft.

Dass die Gemeinde Bösel sportlich sei, zeige auch die Statistik des Kreissportbundes: Jeder dritte Einwohner sei in einem oder mehreren Vereinen engagiert. BiB – das stehe auch für „Bösel in Bewegung“. „Zusammen trainieren, leidenschaftlich kämpfen, aber auch zusammen feiern, Gemeinschafts- und Teamgeist zu erleben: Das sind Werte, die der Sport vermittelt und die letztlich zum Erfolg führen.“

Den Dank auch von Rat und Verwaltung richtete Block zudem an die Funktionäre und Vorstandsmitglieder.

Die Sommerbiathleten des Bürgerschützenvereins Bösel haben in Schmallenberg im Sauerland die Böseler Fahne hochgehalten: Mit einem deutschen Meistertitel und weiteren guten Platzierungen kehrten Christian Lamping, Jonas Hempen, Annabel Handt, Felix Zickau, Christian Sandmann und Tim Schwerter zurück. Jonas Hempen wurde Deutscher Meister in der Verbandsstaffel und belegte den dritten Platz im Sprint bei den Schülern männlich. In ihren Altersklassen wurde Felix Zickau Vizemeister und Tim Schwerter Dritter seiner Verbandsstaffel. Insgesamt haben rund 400 Biathleten an der deutschen Meisterschaft teilgenommen.

Als Jakkolo-Spieler ist der Petersdorfer Björn Tangemann aus der Jakkolo-Spielgemeinschaft Petersdorf in diesem Jahr in Wüsting im Landkreis Oldenburg mit der Mannschaft „Deutschland I“ Vize-Weltmeister geworden. Für die Mannschaft hatte sich Tangemann in mehreren Turnieren qualifiziert. In Wüsting waren 280 Jakkolo-Spieler aus 13 Ländern vertreten. Im Halbfinale setzte sich Tangemann mit seinem Team gegen Schweden durch, im Finale gab es eine Niederlage gegen das Mutterland des Jakkolo-Sports, die Niederlande. Neben der Mannschaftswertung war Björn Tangemann auch im Einzel angetreten. Außerdem war er im Organisationsteam engagiert. Bürgermeister Hermann Block motivierte den erfolgreichen Jakkolo-Spieler aus Petersdorf zum Ende seiner Laudatio: „Einen Jakkolo-Weltmeister der Männer im Einzel aus Deutschland gibt es bisher nicht.“ In der Sportart Jakkolo gilt es, Wurfscheiben durch vier Durchlässe auf einem zwei Meter langen und 40 Zentimeter breiten Holzbrett zu schieben. Talent und Training sind Fundament für den Erfolg, sage Bürgermeister Block.

Die Sportschützen sind ein zweites Aushängeschild des Bürgerschützenvereins. Über Vereins-, Kreis- und Bezirksmeisterschaften haben sich zehn Böseler für Landes- und Deutsche Meisterschaften in München, Hannover oder Dortmund qualifiziert. Geehrt wurden Sabine Hempen, Elisabeth Sprock, Maria Vogelsang, Jürgen Hagedorn, Martin Oltmann, Matthias Skaczylas, Hannelore Schrandt, Angelika Handt, Annette Deeken und Willi Fennen. Erfolgreichste Sportschützin war Sabine Hempen, die in ihrer Altersklasse in Dortmund in der Disziplin „Luftgewehr Auflage“ im Mittelfeld landete, in Hannover aber mit jeweils Platz 6 einen Spitzenplatz in den Disziplinen 50 Meter und 100 Meter Kleinkaliber Auflage erreichte.

Im Skeetschießen, im Volksmund auch als Tontaubenschießen bezeichnet, hatte sich in diesem Jahr Bernd Kurmann jun besonders hervorgetan und dafür die Ehrung der Gemeinde Bösel erhalten. Er wurde mit seiner Mannschaft „Altona 2“ in München mit einem hauchdünnen Vorsprung überraschend Deutscher Meister 2019 – und das schon zum zweiten Mal. 2017 gelang ihm dieser Erfolg – nicht ganz so überraschend – mit der 1. Mannschaft. Kurmann war 2008 bereits von der Gemeinde als Deutscher Meister im jagdlichen Schießen geehrt worden. Beim Skeetschießen geht es darum, pro Durchgang bis zu 100 km/h schnelle neun Einzelscheiben und 16 Dubletten abzuschießen.

Springreiter Johannes Beeken vom Reit- und Fahrverein Bösel ist nicht nur das regionale Gesicht bei den Ponyspringreitern in der Altersklasse U 16, sondern auch als Mitglied im Bundeskader der Ponyreiter in Europa unterwegs. Am zweiten Weihnachtstag wird er in Mechelen in Belgien beim Pony-Weltcup-Finale reiten – zum letzten Mal, bevor er altersbedingt auf das Pferd umsatteln muss. Für das Finale hatte er sich über das Pony-Weltcup-Springen in Stuttgart qualifiziert. Zudem hatte er zwei Nationenpreise für Deutschland geritten und jeweils den dritten Platz belegt sowie den Grand Prix in Wierden gewonnen. Er war beim international besetzten Turnier in Aachen ebenso am Start wie bei den Deutschen Pony-Meisterschaften 2019.

Die Schmiede Alfred und Sohn Erik Bullermann haben mit ihrem Team „Deutschland 2“ völlig überraschend im Teamwettbewerb der Schmiede-Weltmeisterschaft in Stia in Italien die Vize-Weltmeisterschaft errungen. Thema der Weltmeisterschaft war „Leonardo Da Vinci, 500 Jahre auf einen Blick“. Alfred und Erik Bullermann starteten mit befreundeten Schmieden aus Bayern relativ spontan bei den Weltmeisterschaften. Entwurfsskizzen hatten sie schon im Gepäck, gab es die Aufgabenstellung doch eine Woche vorher. Nach der dreistündigen Zeitvorgabe war das Exponat mit der Schlusssirene fertig. Dass die Schmiede damit allerdings weit nach vorne gewertet würden, hatten sie wohl selbst nicht gedacht, hatten die Bullermanns doch schon die Heimreise angetreten. Der Erfolg erreichte sie per Telefon, die Medaillen letztlich per Post. Geschaffen hatten die Schmiede ein Skizzenbuch mit nicht realisierten Ideen Da Vincis. Blättert man es auf, gibt es über einen Spiegel den Blick in den Himmel frei und verweist auf den Traum vom Fliegen, erklärte Alfred Bullermann den Anwesende.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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