• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Bösel setzt Zeichen für Europa und gegen Rassismus

04.09.2018

Bösel 650 Musiker aus acht Nationen werden während der Euro-Musiktage in Bösel zusammen musizieren, feiern, sich kennenlernen. Ein Zeichen für gelebtes Europa, das gerade in der heutigen Zeit von besonderer Bedeutung sei, sind sich die Euro-Macher einig. Ein „Fest der Begegnung“ – das sind die Euro-Musiktage seit je und sollen sie in diesem Jahr noch mehr werden, verriet Euro-Präsident und Bürgermeister Hermann Block.

Gelegenheit bietet sich dazu bei vielen Begegnungen in und außerhalb der Gemeinde, zu denen die Musiker aus Deutschland, Niederlande, Ungarn, Bulgarien, Tschechien, Polen, Dänemark und der Ukraine aufeinandertreffen – schließlich handele es sich um ein „Fest der Kulturen“, betonte Block.

Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, bietet sich etwa beim gemeinsamen Essen. 5800 Mahlzeiten werden in diesem Jahr vom Deutschen Roten Kreuz ausgegeben, berichtet Euro-Geschäftsführer Andreas Lübben. Und auch bei der Welcome-Party am Freitagabend soll das Miteinander gefeiert werden. Zu dieser sind die Musiker in die Oberschule Bösel eingeladen, während im Festzelt die „Schlag das Euro-Team“-Show läuft. Dabei sein wird auch Bürgermeister Block, der in diesem Jahr nicht zum Euro-Team zählt.

Ein „uneingeschränktes Bekenntnis zu Europa“ fehlt dem Bürgermeister aufseiten der Politik. Die kleine Gemeinde Bösel setze dieses Signal seit mittlerweile 57 Jahren.

Zeichen setzen wollen die Böseler auch ganz wörtlich: „Mit Musik gegen Rassismus“ steht auf Aufklebern, die sich Besucher ans Revers kleben können. Beim großen Festumzug mit rund 1100 Teilnehmern am Sonntagnachmittag werden wie bereits im vergangenen Jahr Kinder ein Transparent hochhalten mit dem Aufdruck: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, dazu wird Respekt, Toleranz, Freiheit oder Wertschätzung gefordert ebenso wie die Ablehnung von Rassismus und Gewalt.

Auf einem guten Weg sieht Block die Gemeinde bei der Integration der Flüchtlinge, die seit 2015 nach Bösel gekommen waren. „Wer integriert werden möchte, hat gute Möglichkeiten“, betonte Block und verwies auf auch die Unterstützung durch die Steuerungsgruppe Flüchtlingshilfe oder die Lebensmittelausgabe Carla. Sprachliche Defizite seien etwa bei vielen Kindern kaum noch auszumachen. „Es macht Spaß zu sehen, wie die Menschen hier aufblühen.“

Reiner Kramer
stv. Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2901

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.