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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Gemischter Chor: Seit 150 Jahren prägt Chormusik Bösel

17.05.2019

Bösel Das Bösel eine überaus musikalische Gemeinde ist, ist nicht nur durch die Euro-Musiktage über die Region hinaus bekannt. Den Grundstein für die Chormusik in Bösel legte vor genau 150 Jahren der damalige Männergesangverein, gegründet 1869. Dieses Jubiläum will der Gemischte Chor, der aus dem Männergesangverein hervorging, mit einem großen Jubiläumskonzert am 29. Juni feiern. Nach einem Festgottesdienst wird der Festakt im Saal Hempen-Hagen gefeiert. Auch die Chronik von 1994 fortgeschrieben werden, um die sich federführend Martin Pille kümmert.

Die ersten Jahrzehnte des Chores liegen in Dunkelheit. Aufzeichnungen darüber gibt es nicht mehr. Allerdings ist einiges mündlich überliefert. So berichtet der Chronist anlässlich des 100-jährigen Bestehens, dass sich schon um 1850 sangesfreudige Bürger bei „Kaorls Gerd“, Gerhard Nordenbrock, in Westerloh getroffen haben, um den mehrstimmigen Chorgesang tatkräftig zu pflegen. „Kaorls Gerd“, so berichtete die NWZ im April 1969 aus der Chronik, habe das Geigenspiel meisterhaft verstanden und war mit seinen Sängern bei Festlichkeiten gerngesehener Gast.

Aus diesem Kern gründet sich 1869 im Lokal Rohen der „Cäcilien-Verein Bösel“ auf Initiative des damaligen Pfarrers Josef Götting und des damaligen Lehrers Bruns. 23 Sangesbrüder sollen zu Beginn dabei gewesen sein. Und schon zu Beginn wird nicht nur kirchliches Liedgut, sondern es werden auch Volkslieder gesungen. Der Dirigentenstab wechselt von Lehrer Bruns auf Lehrer Vehorn, dann auf Vikar Götting und auf Lehrer Muhle. Gerade unter Führung des Letzteren sei der Chor zu seiner „Blütezeit“ gekommen, berichtet der Chronist früherer Zeit. Auch in der Folgezeit übernehmen immer wieder die Dorfschullehrer den Dirigentenstab.

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Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg ist von Aufbauarbeit geprägt. Lehrer Karl Tabeling, der ab 1924 den Taktstock schwingt, gelingt das gut, Übungsabende werden wieder stärker besucht, Gartenkonzerte stoßen viel Interesse. Theateraufführungen, Fahrten und Ausflügen gehören zum Programm, aber auch Kirchgesang. Im Sängerbund „Concordia“ für das Amt Friesoythe zählt der Böseler Chor zu den rührigsten.

Während des Zweiten Weltkrieges kommt der Chorgesang zum Erliegen. Mit dem Wiederaufbau nach dem Krieg ist der Name Schmutte eng verbunden.

Im Jahre 1948 kommt ein praktischer Arzt nach Bösel, der in der Folgezeit die Chormusik in der Gemeinde entscheidend prägen und sie wie kein anderer bekannt machen sollte: Dr. Aloys Apke. Er wurde 1950 Dirigent, Hermann Stukenberg wurde Liedervater. Beide wirkten lange Jahre erfolgreich Seite an Seite, bis es 1963 zur Auflösung kommt und der Chor in den Gemischten Chor umgewandelt wird – „unter Wahrung der Tradition“, wie es heißt. Vornehmlich jungen Sängern soll allerdings das Liedgut nicht mehr gepasst haben.

Dr. Apke gelingt es, durch „systematische, anspruchsvolle Übungsarbeit“ aus dem „Dorfchor“ einen „Klangkörper“ zu gestalten, der bei vielen örtlichen und überörtlichen Veranstaltungen viel Anerkennung erhält.

Tochter Margret Apke-Jauernig übernimmt dann. Viele Konzert auch auf internationalen Bühnen prägen ihre Amtszeit. So siegt der Chor etwa bei einem internationalen Festival in Prag.

Die Vereinsleitung hat Dr. Josef Willer im Jubiläumsjahr inne. Er hatte die Leitung von Angela Kühling übernommen. Zum 125-jährigen Bestehen im Jahre 1994 konnte noch Heinz Pleye die Glückwünsche entgegennehmen. Auch der Taktstock ist weitergereicht worden: Auf Margret Apke-Jauernig folgt Dr. Peter Oltmann und seit 2017 ist Adrian Langer Dirigent des Gemischten Chores Bösel.

Zum Jubiläum sind neben den befreundeten Choren aus Petersdorf und Garrel auch die ehemaligen Sängerinnen und Sänger sowie die passiven Mitglieder und Gönner eingeladen. Aus der Partnerstadt Dippoldiswalde ist der Silcher-Chor eingeladen.

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Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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