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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Bürgersinn rettet Brücke über Lethe

07.08.2015

Wardenburg /Fünfhausen „Ist das nicht schön? Das ist doch Natur pur“, schwärmt Werner Kramer, als er von der Lethebrücke in Fünfhausen über das Landschaftsschutzgebiet in Richtung Wassermühle schaut. Der Steg gehört zu einem kleinen Rundweg um den Mühlenteich und bildet den Hintergrund für viele Hochzeitsfotos. Und am Mittwochabend war die Brücke sogar mit einem Blumenbogen und bunten Sträußen an den Aufgängen geschmückt. Es galt den Erhalt der Lethe-Querung zu feiern, die künftig „Werner-Kramer-Brücke“ heißen soll. Denn Kramer hat gemeinsam mit dem Hatter Unternehmer Hans Meiners dafür gesorgt, dass dieses kleine Idyll erhalten geblieben ist.

Private Initiative

Die Gemeinde nämlich wollte die 1986 gebaute Brücke abreißen, weil sie die Renovierungskosten auf 50 000 Euro veranschlagt hatte, der Abriss sollte noch mit 10 000 Euro zu Buche schlagen. Als Werner Kramer im März 2014 aus dem Urlaub zurückkehrte und hörte, dass die Brücke verschwinden sollte, legte er sich für den Erhalt ins Zeug. Allerdings fehlte ihm in der Versammlung der Dorfgemeinschaft eine Stimme, und er wollte schon aufgeben. Dann aber trat Hans Meiners, Besitzer der Wassermühle, auf den Plan. „So eine Brücke kann ja nicht einfach abgerissen werden“, beschrieb er seine Motivation. Unterstützung kam unter anderem von der Freien Wählergemeinschaft und dem Fischereiverein. Meiners übernahm das Bauwerk mit der Auflage, es zu sanieren, für die Unterhaltung zu sorgen und zu haften. Dafür sollte es von der Gemeinde 5000 Euro geben.

Die Instandsetzung kostete etwa so viel, wie die Verwaltung für den Abriss veranschlagt hatte. Die Brückenbohlen wurden ebenso erneuert wie der Großteil des Geländers. Allein der Handlauf blieb erhalten.

„Wassermühle und Brücke bilden eine Einheit“, sagte Meiners zur Einweihung und dankte vor allem Werner Kramer für dessen Einsatz. Er überreichte Kramer ein Metallschild mit dem neuen Namen der Brücke.

„Rentnerbänd“ pflegt

Kramer selbst freute sich, dass der Erhalt der Brücke gegen viele Widerstände geklappt habe und so „ein wunderschöner Rundgang entstanden ist“. Er dankte vor allem der aus rund 20 Senioren bestehenden „Rentnerbänd“ aus der Dorfgemeinschaft Fladder-Fünfhausen, die die Anlage pflegen wird. Der stellvertretende Bürgermeister Eckhard Heinje (CDU) sprach von einem „besonderen Tag“, denn es habe viel dazugehört, dass es die Brücke noch gebe. Er lobte das Bürgerengagement, das zu einem guten Ende geführt habe. Auch Paul Riefstahl vom Fischereiverein lobte Kramers Einsatz.

Begonnen hatte die Feier mit einem Lied. Die Frauen der Dorfgemeinschaft und die „Rentnerbänd“ trugen das vom Helga Kramer geschriebene „Fladderlied“ vor. Nach den Reden war es Ehrensache, dass alle die Brücke überquerten und sich davon überzeugten, dass sie noch viele Jahre halten wird. Anschließend wurde der Erhalt der Werner-Kramer-Bücke in der Wassermühle mit einem Grillbüffet noch groß gefeiert.

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