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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Zum Start aus Mexiko nach Cloppenburg

19.08.2019

Cloppenburg Eine ungewöhnliche Perspektive hat sich den Gästen der gut besuchten Ausstellungseröffnung „Cinco dedos para terpentina“ mit 35 Werken des Künstlers Endy Hupperich eröffnet. Beim Betreten der Cloppenburger Kunsthalle im Kulturbahnhof am Sonntagvormittag fiel ihr Blick nicht auf fein säuberlich gehängte Gemälde, sondern auf großformatige Kunstwerke, die mitten im Raum stehen, den Blick auf die Rückseite frei geben und sich zum Teil gegenseitig stützen. Einige kleinformatige Bilder befinden sich sogar noch in einer Transportkiste und eine mittlerweile welke Blume liegt dabei.

Aber nicht Zeitnot des Galeristen Ralf Lake und des Künstlers Endy Hupperich ist der Grund, sondern eine außergewöhnliche, aber durchdachte Ausstellungsarchitektur, wie der Vorsitzende des Cloppenburger Kunstkreises Dr. Martin Feltes betonte. „Abenteuerlich ist auf jeden Fall die Ausstellungsarchitektur mit den Merkmalen des scheinbar Ungeordneten und Provisorischen. Auf die üblichen Sichtachsen um prominente Gemälde in Szene zu setzen, wird verzichtet. Durch diesen bewussten Bruch mit den traditionellen Prinzipien einer harmonischen Hängung von Gemälden, stellt sich das Gefühl von Unsicherheit oder auch Orientierungslosigkeit ein, was aber zugleich ein Appell ist“, so Feltes.

Auf diese Weise ist der Besucher eingeladen, in der Ausstellung und in den Gemälden auf seine ganz persönliche Entdeckungsreise zu gehen und auch im wahrsten Sinn des Wortes einen Blick hinter die Kunst zu werfen. Und auf den Bildern von Hupperich gibt es eine Menge zu entdecken. Ausgehend von ganz alltäglichen Zeitungsausschnitten, Comics oder Werbegrafiken entwickelt der Künstler mit unterschiedlichsten Techniken von der Zeichnung über Ölmalerei bis hin zum Siebdruck vielschichtige Gemälde-Collagen, auf denen auch auf den zweiten und dritten Blick immer wieder neue Details ins Bewusstsein rücken.

„Endy Hupperich ist ein meisterhafter Grenzgänger zwischen den Medien des künstlerischen Ausdrucks. In seinen Arbeiten verschmelzen die Grenzen zwischen Malerei, Fotografie, Collage und Zeichnung, Außen und Innen, dem Zufall und dem kalkulierten Malen. Das macht die Sache so interessant“, betont Feltes und freute sich, dass der Künstler für die Vorbereitung der Ausstellung aus seiner Wahlheimat Mexiko nach Cloppenburg angereist ist.

Die Entstehung seiner Werke sei ein langer Prozess, betonte der Künstler und verglich das Schaffen eines Bildes mit dem Schreiben eines Romans, bei dem der Autor zunächst nur ein paar Protagonisten und einen groben Handlungsablauf kennt. Im Laufe des kreativen Prozesses würden dann immer wieder Motive dazukommen, sich überlagern oder auch wieder entfernt werden. In seinen Gemälden näht Hupperich auch unabhängig voneinander entstandene Gemälde zusammen und setzt sie so in einen neuen Kontext. „Ich weiß zu Beginn nie, was dabei herauskommt und frage mich manchmal selbst, wann das Bild endlich fertig ist. Denn ich arbeite immer wieder an den Gemälden, füge etwas hinzu oder verändere etwas“, erläuterte der Künstler.

Die Ausstellung, die gemeinsam vom Kunstkreis Cloppenburg, der Stadt und der Katholischen Akademie Stapelfeld organisiert wurde, ist noch bis zum 15. September in der Kunsthalle am Kulturbahnhof zu sehen.

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