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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Wo im Museumsdorf Hand angelegt werden muss

20.09.2019

Cloppenburg Um den Politikern im Kultur-, Sport- und Marktausschuss einmal die „Brille des Bauunterhaltes“ für das Museumsdorf aufzusetzen, führte Museumsdirektorin Dr. Julia Schulte to Bühne am Mittwochabend über das Gelände. Sie zeigte exemplarisch am Haakenhof und am Hof Awick, wie groß der Bauunterhalt für die insgesamt etwa 60 Gebäude ist.

280 000 Euro kostet es beispielsweise, die vier Reetdächer am Haakenhof zu erneuern. Zwei Generationen halte die dünne Dachbedeckung. „Die Weichdeckung haben wir auf fast allen Häusern im Museumsdorf, denn damals war sie im Vergleich zu Ziegeln die günstigere Alternative. Wenn wir die Dächer nicht bald neu decken, kommt Feuchtigkeit in die Gebäude“, erläuterte Schulte to Bühne.

Dass Geld nicht allein das Problem ist, wurde den Politikern klar, als Schulte to Bühne erläuterte, wie schwer es ist, Reet zu bekommen und Handwerker zu finden, die damit noch arbeiten. Probleme bereite auch der große Baumbestand. So sei das Dach des Dorfkrugs noch gar nicht so alt, aufgrund der umstehenden Bäume aber schon mit einer grünen Schicht überzogen. In den Gebäuden sorgt Ruß für Probleme, das regelmäßig entfernt werden muss.

Und auch der Lehmspeicher auf dem Haakenhof – laut Schulte to Bühne das größte Insektenhotel Cloppenburgs – müsse aufgrund der zahlreichen Risse im Material immer im Blick behalten werden.

Beim Betreten des Hofs Awick wurde schnell deutlich, wo hier das Problem liegt – im Dach klaffen zahlreiche Löcher. Viele Dachziegel des Hofs aus dem Jahr 1822 seien mit den Jahren kaputtgegangen. Das Dach müsse nun auf 20 Metern neu gedeckt werden. Hier wolle sich das Museum zunächst mit einer Notsicherung helfen, damit das Gebälk nicht nass und faul werde. Die dann aufgetragene Folie könne aber nicht ewig bleiben, so Schulte to Bühne.

Wie berichtet, bekommt das Museum von seinen Trägern – Land, die Landkreise Cloppenburg und Vechta sowie der Stadt Cloppenburg – ab 2020 500 000 Euro mehr, obwohl es einen Mehrbedarf von einer Million Euro hat. Dieses Geld werde zum einen in den Bauunterhalt fließen, sagte Schulte to Bühne. Zum anderen hätten sich Bereiche wie die Veranstaltungs-Organisation und die Arbeiten im Garten so verändert, dass in diesen Bereichen der „Basisaufgaben“ des Museumsdorfs mit festen Mitarbeitern gearbeitet werden solle.

2500 Euro hatte das Museumsdorf darüber hinaus für eine notwendige Sanierung im Museumsdorf beantragt. Am 10. Juli 2018 war im Obergeschoss eines Seitenflügels ein Brand ausgebrochen, nun ist eine Grundsanierung notwendig. 114 176 Euro kostet diese, davon werden 51 676 Euro € durch die Erstattung der Versicherung und Eigenmittel des Museumsdorfes finanziert, der Restbetrag von 62 500 Euro tragen die Förderer. Der Ausschuss empfahl einstimmig in seiner an den Rundgang anschließenden Sitzung in der Münchhausenscheune dem Stadtrat die Zahlung von 2500 Euro. €

 Die Ausschussmitglieder befassten sich unter anderem auch mit der „Zukunftssicherheit des Cityfestes“. Bereits seit 2018 werden die anfallenden Kosten für den städtischen Bauhof nicht mehr in Rechnung gestellt. Alfons Lücking, Chef der Stadthallen-Betriebs GmbH, die die Organisation des Cityfestes übernommen hat, hatte einen Antrag auf Verlängerung dieser Regelung über das Jahr 2019 hinaus gestellt. Die Ausschussmitglieder empfahlen einstimmig, dem Antrag der Stadthalle stattzugeben.

 Außerdem billigte der Ausschuss einstimmig einen Antrag der UWG: Die Verwaltung soll beauftragt werden, die städtischen Weihnachtsbäume am Rathaus, in der „Beckermannkurve“ und am Eingang der Fußgängerzone festlich zu schmücken – soll heißen mit LED-Lichterketten und natürlichem Schmuck. Zudem soll das Stadtmarketing beauftragt werden, mit einigen Partnern ein „innovatives Konzept für eine innerstädtische Beleuchtung in der Advents- und Weihnachtszeit zu erstellen und vor der Sommerpause im Ausschuss vorzustellen“. Zurückgestellt wurde die Forderung, 2020 dafür 20 000 Euro in den Haushalt einzustellen.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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