• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Großeinsatz in Cloppenburg
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 13 Minuten.

Autohaus-Mitarbeiter Im Krankenhaus
Großeinsatz in Cloppenburg

NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Darum hatte das Museumsdorf weniger Besucher

28.12.2018

Cloppenburg Einen leichten Besucherrückgang hat das Museumsdorf Cloppenburg in diesem Jahr zu verzeichnen. Passierten 2017 noch zwischen 280 000 und 290 000 Gäste die Kassenhäuschen des Niedersächsischen Freilichtmuseums, waren es 2018 lediglich zwischen 260 000 und 270 000. Die Fußball-WM, auch wenn sie aus deutscher Sicht nicht ganz so erfolgreich war, sowie der lange und extrem heiße Sommer seien die beiden Hauptursachen für den Rückgang, erklärte Museumsdorf-Leiterin Dr. Julia Schulte to Bühne am Donnerstag bei einem Pressegespräch.

Wie hießen 2018 die Publikumsmagneten?

Publikumsmagneten waren dieses Jahr einmal mehr die bekannten Aktionstage. Allen voran die Gartenpartie, die diesmal 45 000 Besucher (minus 5000 gegenüber 2017) anlockte. Hier habe eine Sturmwarnung wohl den einen oder anderen veranlasst, daheim zu bleiben, vermutet die Museumsleiterin.

Auf Platz zwei folgte der Nikolausmarkt mit 18 000 Gästen. Hier habe das regnerische Wetter dafür gesorgt, dass 2000 Menschen weniger als 2017 gekommen seien, so Schulte to Bühne. Auf die weiteren Plätze kommen die 8. Historische Dorfkirmes (12 500 Besucher), der Erntedanktag „Mahlzeit – Ernten und Essen“ (4500) und der 9. Tag des Ostfriesischen und Altoldenburger Pferdes (3000). „Es ist schön, dass an allen Aktionstagen auch das Museum zum Vorschein kommt. Gebäude und Aktionstage harmonieren bestens“, lautet das Fazit der neuen Museumsdirektorin, die am 1. April 2018 den Job von Professor Dr. Uwe Meiners übernommen hat.

Warum gibt es ein neues Konzept für die 4 Wände?

Derweil wird die Ausstellung „4 Wände – Von Familien, ihren Häusern und den Dingen drumherum“ um ein Jahr verlängert. Die Exposition, die das Eigenheim in den Mittelpunkt stellt, endet nun also erst am 31. Januar 2020.

Den bislang eher enttäuschenden Besucherzuspruch will Schulte to Bühne mit einem überarbeiteten Konzept, das Ende Januar fertig sein soll, verbessern. Vor allem die Verbindung zwischen der eigentlichen Ausstellung im Museumsdorf und dem „Anschauungsobjekt“ Haus Elfert an der Nordenhamer Straße müsse transparenter gestaltet werden.

Darüber hinaus wird das Museumsdorf von 2019 an mit einem Jahresmotto arbeiten. Dieses lautet zur Premiere „Gärten – Zum Nützlichen das Schöne“.

Die Sammlung des Museumsdorfs wurde einmal mehr erweitert; so unter anderem die Cloppenburger Kleidersammlung Rausch übernommen. Die vormalige Besitzerin präsentierte nicht nur die Kleidung, sondern auch eine umfangreiche Dokumentation mit Bildern, wann sie die einzelnen Stücke ab den 1960er Jahren getragen hatte. Außerdem übergab die Familie Ottenjann die Sammlung des früheren Museumsdorf-Leiters Helmut Ottenjann. Darüber hinaus wurden unter anderem der Friseursalon Sievers aus Werlte, das Ladengeschäft Thole aus Hagstedt sowie natürlich die umfangreiche Platten- und Techniksammlung der Harpstedter Disco „Sonnenstein“ (die NWZ berichtete) ins Depot überführt.

Gibt es noch viel Platz in den Depots des Museums?

Nein. Aus Platzgründen – so Schulte to Bühne – nehme das Museumsdorf inzwischen keine alten bäuerlichen Möbel und landwirtschaftliches Arbeitsgerät mehr an. Um Platz zu schaffen und Geld zu generieren, könne man doch das eine oder andere Stück verkaufen – diesen Vorschlag hat die 50-Jährige schon oft gehört. „Ein Museum veräußert keine Gegenstände auf dem freien Markt“, lautet das eindeutige Urteil der Museumsleiterin.

Wie soll das Disco-Projekt aufgearbeitet werden?

Der Wiederaufbau des Tanzlokals „Sonnenstein“ soll – wie berichtet – 2020 abgeschlossen sein. In der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Disco-Zeit werden aber nicht nur unbeschwerte Disconächte Erwähnung finden, sondern auch negative Begleiterscheinungen wie Drogen, Alkoholismus und schwere Unfälle.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
Rufen Sie mich an:
04471 9988 2801
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.