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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Texte up Platt unterhalten am Kamin

18.03.2019

Cloppenburg Mit Musik und stimmungsvollen Geschichten „up Platt“ hat der Cloppenburger Heimatverein den plattdeutschen Kaminabend am Freitag im Dorfkrug des Museumsdorfes gestaltet. Bernd Tabeling, Vorsitzender des Cloppenburger Heimatvereins, freute sich in seiner Begrüßungsansprache über die große Besucherresonanz. Sein besonderer Dank galt den plattdeutschen Autorinnen und Autoren Maria von Höfen aus Lohne, Helga Hürkamp aus Kroge sowie Alexander Rolfes und Heinrich Siefer, beide Dozenten der Katholischen Akademie Stapelfeld, sowie dem Sänger Otto Groote für die musikalische Gestaltung des Abends.

„Ohne die Musik von Otto Groote wäre der Norden etwas ärmer“, lobte Tabeling, den Sänger, Musiker und Songschreiber. Groote begeisterte an diesem Abend die Gäste mit gefühlvollen Melodien und plattdeutschen Texten. Damit rahmte der aus Ostrhauderfehn stammende Musiker auf perfekte Art und Weise die literarischen Vorträge der plattdeutschen Autoren ein, die sich unter dem Motto „Das Fröhjohr liggt in de Lucht“ in Geschichten und Gedichten vor allem mit der poetischen Seite der Liebe und des Frühlingserwachens auseinandersetzten.

Heinrich Siefer trug mit viel Gefühl lustige und auch melancholische Texte über Freud und Leid der Liebe vor und warb zugleich für den Erhalt der plattdeutschen Sprache. „Einsprachigkeit ist heilbar“, betonte Siefer und erhielt viel Applaus von den Anwesenden. Mit einem kleinen Augenzwinkern brachte er die Geschichte „De een un duusenduneen“ über das jähe Ende der ersten großen Liebe zu Gehör.

Mit eindrucksvoller Stimme trug Alexander Rolfes seine Version des mittelhochdeutschen Gedichtes „Under der Linden“ von Walther von der Vogelweide vor und machte damit die Poesie der plattdeutschen Sprache deutlich. Im humorvollen Text „Freiers Maote“ erfuhren die Zuhörer, wie man schon beim gemeinsamen Tanz den richtigen Partner finden kann.

Humorvoll und auch nachdenklich ging es mit den Texten von Maria von Höfen und Helga Hürkamp weiter. Im Text von Hürkamp zeigte ein verliebtes Igelpärchen, dass zur Liebe ohne Schmerzen auch etwas Abstand und Freiraum gehört. In der Geschichte „At Sneei in de Sünn“ schmolz die Liebe wie der Kontostand dahin, weil die Protagonistin auf einen Hochstapler reingefallen war.

Maria von Höfen hatte plattdeutsche Wortspielereien mitgebracht und in einer humorvollen Geschichte entpuppte sich ein aufdringlicher „Spanner“ als der neugierig zum Fenster hineinblickende Vollmond. In Noahs Arche machte sie mit viel Wortwitz deutlich, dass mit etwas Toleranz jeder seinen Platz auf der Arche finden könne.

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