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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Sie retten tansanische Kinder vor dem Tod

07.09.2019

Cloppenburg Wenn Lina Bertzbach am 15. September nach Mbingu/Tansania zurückkehrt, dann kommt sie nicht allein und auch nicht mit leeren Händen. Ihr Freund Daniel Ostendorf (25) wird sie diesmal begleiten. Im Gepäck haben die beiden Cloppenburger ein Kreuz, das der hiesige Schmuckdesigner Herbert Feldkamp für einen besonderen Anlass entworfen hat. Es wird künftig in einem neuen Haus in dem Kinderdorf nahe der Stadt Ifakara hängen. Und dieses Gebäude soll nach der 21-Jährigen benannt werden: Lina-Haus.

Zehn Monate lang, von Oktober 2016 bis Juli 2017, hat Lina Bertzbach als Freiwillige in dem Waisenheim, das von einem Schweizer Verein gegründet wurde und von tansanischen Franziskanerschwestern geführt wird, als Freiwillige gearbeitet. 68 Kinder im Vor- und Grundschulalter leben in dem Heim. Für viele von ihnen geht es ums nackte Überleben. Denn ihre Mütter, oft selbst noch Kinder, sind bei der Geburt gestorben, und ihre Väter, wenn sie überhaupt bekannt sind, sehen sich außerstande, sich um die Babys zu kümmern. Mbingu, was auf Kisuaheli „Himmel“ heißt, bedeutet für diese Säuglinge die Rettung vor dem Tod.

Nach ihrem Einsatz in Afrika ließ Lina das Schicksal der Waisen nicht mehr los. Über ihre Mutter Suse Bertzbach nahm sie erneut Kontakt zum Rotary-Club Friesoythe-Artland-Cloppenburg (FAC) auf, der ihr bereits vor ihrer Abfahrt eine Spende mit auf den Weg gegeben hatte. Denn von der Leiterin der Einrichtung, Schwester Anatholia Mgubike, genannt Mama Anna, kam ein verzweifelter Hilferuf: Das Milchpulver, die Hauptnahrung für die Kinder in dem Waisenhaus, aber auch für viele HIV-positive Kleinkinder und Säuglinge in der näheren Umgebung, ging aus. Jahrelang war es aus der Schweiz gekommen. Aber jetzt machte der Zoll Ärger und ließ das Pulver nicht ins Land. Mama Anna hätte welches in Tansania kaufen müssen – aussichtslos. Denn dafür fehlte ihr das Geld. Den Kindern drohte der Hungertod.

Lina schilderte diese Notlage dem Club. Die Mitglieder beschlossen nicht nur, sofort 4800 Euro für eine erste Lieferung Milchpulver zu überweisen, sondern auch, das Waisenhaus in Mbingu zu ihrem festen Projekt zu erklären. Ohne diese schnelle Hilfe wären viele Kleinkinder und Babys verhungert, versichert Lina, die ständig in Kontakt mit Schwester Anatholia steht.

Seither sorgt der Club nicht nur zweimal im Jahr dafür, dass Milchpulver im Wert von jeweils rund 6000 Euro in Mbingu ankommt. Er ließ auch die Bitte Mama Annas, sie beim Bau des Hauses zu unterstützen, nicht unerhört. Das Gebäude wurde dringend benötigt, damit die Kinder gefördert werden können. Das passierte bislang im Freien auf dem Boden. Zudem wird es darin einen Raum geben, in dem freiwillige Helfer wohnen können. 9000 Euro stellte der Rotary-Club FAC dafür zur Verfügung – gut ein Drittel der gesamten Baukosten.

Mit dem Geld konnte der Bau fertiggestellt werden. Lina Bertzbach und Daniel Ostendorf werden das Kreuz aus Messing, das Herbert Feldkamp und Stefan Plaggenborg, Inhaber eines metallverarbeitenden Betriebes in Ramsloh, gespendet haben und das von ihrem rotarischen Freund Pfarrer Ludger Fischer geweiht wurde, im Namen des Clubs überreichen. Im Zentrum zeigt es die Schmerzhafte Mutter aus der Gnadenkapelle in Bethen. Bald hängt es an der Wand im Lina-Haus als sichtbares Zeichen der Verbundenheit zwischen Mbingu und Südoldenburg.

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