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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Raupenbahn dreht sich schon ganz munter

13.07.2019

Cloppenburg Die Hackschnitzel werden noch auf dem Boden verteilt, die Musik auf der Raupenbahn springt an, und die Lichter unter dem Zelthimmel des Fahrgeschäftes aus dem Jahr 1936 leuchten schon. „Wenn die Musik an ist, wird das Gefühl sofort anders“, findet Julia Schulte to Bühne. Die Leiterin des Museumsdorf steht auf dem Dorfbrink und lässt ihren Blick über die Fahrgeschäfte der Historischen Dorfkirmes wandern. Zum Pressetermin an diesem Freitagmorgen ist die Raupenbahn fahrbereit, und die Mitarbeiter rund um Schulte to Bühne – allen voran Karin Dieckmann, die Hauptorganisatorin der Dorfkirmes – nehmen zur Premierenfahrt in der Bahn Platz. Richtig los fürs breite Publikum geht’s an diesem Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr. Wer keine Zeit hat, kann noch aufs kommende Wochenende, 20. und 21. Juli, ausweichen.

Dass die Veranstaltung besonders gut ins Museumskonzept passt, macht Schulte to Bühne vor allem an der Musik der Raupe fest. Denn diese schlage ganz wunderbar den Bogen zur Disco-Musik der 70er Jahre und damit zum aktuellen Erweiterungsprojekt rund um die „Disco Sonnenstein“. So sei die Raupe das Herzstück der nostalgischen Kirmes – und das obwohl oder gerade weil das bunte Fahrgeschäft aufgrund des sich schließenden Dachs das „Horror-Fahrgeschäft für Priester und Bürgermeister war“, wie die Museumsleiterin erzählt. „Das Verdeck durfte früher nur so lange unten bleiben, wie es braucht, um einen BH zu öffnen“, schmunzelt Schulte to Bühne.

Geknutscht und gekuschelt werden darf in der Raupe an diesem und am kommenden Samstag und Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr ohne die strenge Aufsicht einer moralischen Instanz. Außerdem laden das Pferde-Karussell, die Schiffsschaukel, die Wurfbude oder das historische Riesenrad dazu ein, in frühere Kirmeswelten abseits von Auto-Scooter und sich überschlagendenden Fahrgeschäfte einzutauchen. Der TÜV hat – so wie es alle zwei Jahre Vorschrift ist – alle Fahrgeschäfte für sicher befunden, es kann losgehen.

Kein „Okay“ gab es hingegen für den „Wilden Esel“. Den hat das Team nun erstmals seit 40 Jahren wieder aufgebaut. Erstanden hatte das Fahrgeschäft, das wahrscheinlich aus den 1920er Jahren stammt, noch Schulte to Bühnes Vorgänger Prof. Dr. Uwe Meiners.

„Der Aufbau glich einem Puzzle, wir wussten auch nicht, ob alles da ist“, sagt Dieckmann. Die zwei Schaukeln für jeweils acht Personen, die mit eigener Körperkraft betrieben werden, konnten aber vollständig aufgebaut werden – dürfen während der Kirmes aber nur angeschaut werden. Denn ob die bunt bemalten Holzbalken tragen, weiß Karin Dieckmann (noch) nicht. Dafür sind Probebohrungen in jedem einzelnen Balken nötig. „Fürs Jubiläum im kommenden Jahr wäre es natürlich schön, den ,Wilden Esel’ fahrbereit zu machen“, hofft die Organisatorin. Ein tolles Projekt, um zehn Jahre Dorfkirmes im kommenden Jahr zu feiern.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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