• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Kunst und Kultur sollen keine Barrieren kennen

13.09.2018

Cloppenburg Ein inklusives Projekt, vier Kooperationspartner und viele Menschen, die das Ganze organisieren: Unter dem Motto „Kunst und Kultur für alle im Landkreis Cloppenburg“ ist jetzt das Projekt „KunstBurg“ gestartet. Es läuft drei Jahre bis 2021, hieß es am Dienstag bei einem Pressegespräch im Kulturbahnhof Cloppenburg.

„Gehören Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen sowie mit psychischen und Suchterkrankungen wirklich dazu?“: Mit dieser Frage setzten sich das Gemeindepsychiatrische Zentrum (GPZ) Cloppenburg, der Caritas-Verein Altenoythe und das St.-Leo-Stift in Essen auseinander. „Viele Menschen mit Assistenzbedarf finden keinen Zugang zu gesellschaftlichen Angeboten. Es gibt Vorbehalte. Das sind Hemmschwellen, die die Teilhabe erschweren“, erklärte Projektkoordinatorin Margaretha Gortay.

Die drei genannten Einrichtungen und die Hochschule für Künste im Sozialen (Ottersberg) haben sich gemeinsam überlegt, wie man Inklusion in der Gesellschaft verankern kann. Aus dieser Idee ist „KunstBurg“ entstanden. Kunst habe Potenzial, Räume der Begegnung zu schaffen und somit Kommunikationsmuster zu hinterfragen. Das Kunstprojekt wird von der Aktion Mensch mit 320 000 Euro gefördert. „Das wird nicht für das dreijährige Projekt reichen. Wir freuen uns also über jegliche weitere Unterstützung“, erzählt GPZ-Leiter Clemens Rottinghaus.

Für den Projektzeitraum sind viele Kunstformate geplant: Masken-Theater, Fotokunst, Kunstinstallationen, Kunst-Workshops und vieles mehr. Das Projekt soll Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Assistenzbedarf ermöglichen. Alle Menschen sind eingeladen, mitzumachen – egal, ob als Künstler oder Besucher, denn Inklusion sei keine Aufgabe für Experten, sondern die der Gesellschaft. Die Teilnahme an den Angeboten ist kostenfrei und bedarf keiner künstlerischer Vorerfahrungen. Weitere Informationen folgen in Kürze in Form eines Flyers. Die Ergebnisse werden landeskreisweit öffentlich präsentiert in verschiedenen Formen – von Aufführungen und Ausstellungen bis hin zu Konzerten ist alles dabei. Irene Block von der Caritas betont: „All’ diese Teilprojekte werden zwar jeweils von einer Einrichtung organisiert, wir arbeiten aber nicht nebeneinander, sondern miteinander und werden uns gegenseitig unterstützen.“

Auch innerhalb der Organisatoren wird Inklusion gelebt. Carsten Frank, selbst ein Betroffener mit psychischen Erfahrungen, ist ebenfalls Mitglied des Kernteams. „Ich habe selbst massive Vorurteile erfahren, angefangen bei meinen Ärzten bis hin zu meinem Arbeitgeber. Ich kämpfe für ein autarkes Leben. Betroffene müssen Kontakte herstellen und Gesicht zeigen.“

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.