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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Kirche: Trotz Gegenwinds für Glauben eingesetzt

21.02.2019

Cloppenburg Bereits seit 60 Jahren ist Wilhelm Mähler Priester. Dieses Jubiläum feiert er an diesem Donnerstag, 21. Februar, um 10.30 Uhr mit einem Dankgottesdienst in der Marienkapelle bei der St.-Andreas-Kirche.

Mähler wurde 1931 in Damme geboren, sein Abitur machte er in Paderborn. Anschließend studierte er in Münster und Freiburg Theologie und Philosophie. 1959 wurde er in Münster zum Priester geweiht. Zunächst war er in Brockdorf (Lohne) in der Gemeinde Maria Goretti tätig. Es schloss sich eine Zeit als Vikar in Lastrup an.

Der Jubilar erzählt mit viel Freude von den Jahren 1962 bis 1966 in der Gemeinde Herz Mariä in Burhave-Butjadingen. Die Erfahrungen dort hätten ihn geprägt. In der Diaspora habe er erfahren, was es bedeute, als Christen zusammenzuhalten. Außergewöhnlich und revolutionär sei eine Taufe gewesen, die auf einem Bauernhof gefeiert wurde: Der Vater war evangelisch, die Mutter katholisch.

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Pfarrer Mähler war in Thüle von 1966 bis 1971 Pfarrrektor. Dabei wollte er vor allem die Kinder in Vordersten-Thüle mehr in die Gemeinschaft der Gläubigen einbinden. Auch die Jugendarbeit war ihm ein großes Anliegen. Danach war er Vikar in Molbergen und unterrichtete Religion am Cloppenburger Gymnasium Unserer Lieben Frau.

Die Zeit von 1974 bis 1992 beschreibt der heute 87-Jährige als seine schönste Zeit. Er war damals Pfarrer in Hengelage, St. Paulus. Dort habe er ein sehr aktives Gemeindeleben erfahren. Besonders lebendig sei ihm die Verbands- und Gruppenarbeit in der Kirchengemeinde in Erinnerung: Den Kirchenchor gründete er mit und zeigte jüngeren Frauen den Weg in eine eigene Gruppe auf: „Nicht jede junge Frau wollte damals in den Mütterverein“, so Mähler.

Die letzten sieben Jahre im aktiven Dienst erlebte Mähler in Einen bei Warendorf. Hier erfuhr er auch Gegenwind. „Es ging um die Erstkommunion, und die Eltern waren von der Beichte wenig begeistert. Es dauerte einige Zeit, bis wir uns verständigt haben, dass Beichten wichtig für den Menschen ist.“

Die Wurzeln seines langen Priesterdienstes sieht Mähler einerseits in seinem Elternhaus, andererseits habe ihn die Erfahrung in der Zeit des NS-Regimes davon überzeugt, dass es gut sei, sich für Gerechtigkeit und damit für den Glauben einzusetzen. Damals wurden die Kinder nazi-freundlicher Familien in der Schule bevorzugt, andere Kinder, wie er selbst, bekamen bei jeder Gelegenheit Ärger.

Seit seinem Ruhestand im Jahre 1999 lebt Mähler in Cloppenburg. Er half viel in der Seelsorge und feierte auch oft den Sonntagsgottesdienst in Sevelten. Besonders wichtig waren ihm die Krankenbesuche im Cloppenburger Krankenhaus und dabei vor allem diejenigen mit Kommunionfeier auf der Dialyse-Station. Mähler leidet seit langer Zeit unter einer Augenkrankheit, die ihm ein weiteres Engagement unmöglich macht.

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