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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Wenn er tanzt, ist er woanders

31.07.2017

Cloppenburg Wie ein Flummi sprang er über die Bühne, durch den Pressegraben, ab ins Publikum. Max Giesinger war am Samstagabend nicht zu bremsen. Wer ein ruhiges Konzert mit Balladen zum Schmusen erwartete, wurde eines Besseren belehrt: „Der Junge, der rennt“ machte seinem Tour- und Songtitel alle Ehre. Giesinger war immer in Bewegung und heizte dem Publikum so richtig ein.

Marema Veranstaltungen hatte den Deutschpop-Sänger zum Kultursommer in den Cloppenburger Stadtpark geholt. Dort begeisterte er rund 3000 Fans.

Sein Hit „Wenn sie tanzt“ brachte die Menge zum Kochen. Die Konzertbesucher gingen in die Hocke, sprangen auf und hüpften gemeinsam im Takt der Musik – begleitet von lauten Zuschauer-Chören. Für seinen bekanntesten Hit „80 Millionen“ durften sogar drei seiner jungen Fans mit auf die Bühne.

Der Song „Ultraviolett“, brachte die leicht raue, rockige Farbe in Giesingers Stimme zur Geltung. Die Fans schmolzen dahin. Viel Gefühl legte Giesinger in die Lieder „Nicht so schnell“ und „Alles auf Anfang.

„Auf den Tag genau vor einem Jahr stand ich hier und habe vor Johannes Oerding gespielt“, erinnert sich Giesinger. „Das war schon mega, aber jetzt... einfach geil“.

Das fanden auch die Fans. Gleich mit drei Generationen war Familie Rossmann aus Oldenburg angereist. Von der 60-jährigen Oma Anne bis zur zehnjährigen Enkelin Julique-Marie waren alle weiblichen Familienmitglieder dabei. „Unsere Zehnjährige wollte den Max sogar heiraten“, erzählen die Frauen lachend.

Auch Svea (25) und Fabian (29) Rawe waren hellauf begeistert. „Wir wollten eigentlich nur mal gucken. Ich kannte auch nur drei Lieder aus dem Radio von ihm“, erzählt die junge Frau aus Meppen. Ihr habe die familiäre Atmosphäre gefallen. „Er wirkt gar nicht abgehoben, sondern voll sympathisch“, sagte sie. Dazu trugen auch die Anekdoten aus dem Leben des Musikers bei. Giesinger erzählte, dass er lange Zeit als Werbesprecher gearbeitet habe und brachte gleich eine Kostprobe mit, die für Erheiterung sorgte.

Ob seinem Voract, Sängerin Elif, der gleiche Durchbruch gelingt, wird sich noch zeigen. Mit ihrer hellen, glasklaren Stimme lud die Musikerin zum Nachdenken ein. Mit „Fort Knox“, das sie gemeinsam mit ihrem Produzenten und Co-Songwriter Tim Morten Uhlenbrock spielte, rief sie dazu auf, die Mauern einzureißen, die man nach Liebeskummer aufbaut. Die gemeinsame Nummer mit Max Giesinger „Ins Blaue“ verzauberte die Zuhörer mit den samtigen Stimmen, die sich perfekt aneinander schmiegten.

Ein rundum gelungenes Konzert mit der perfekten Mischung aus rockigen und gefühlvollen Songs.

Anna Lisa Oehlmann
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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