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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Umweltschutz Vs. Tradition: Osterfeuer-Absage in Apen schlägt Wellen in Cloppenburg

28.01.2019

Cloppenburg Auch 2019 wird es in Cloppenburg auf jeden Fall ein Osterfeuer geben. Das bestätigte jetzt der 1. Vorsitzende des Heimatvereins Cloppenburg, Bernd Tabeling, auf NWZ-Nachfrage. Der Heimatverein organisiert das Osterfeuerfest traditionell mit dem Ortsverein Vahren. Das Osterfeuer wird diesmal am 21. April, 19 Uhr, angesteckt.

Wie berichtet, hatte der Ortsbürgerverein Apen vor rund zwei Wochen angekündigt, künftig keine Osterfeuer mehr abbrennen zu wollen. „Das passt nicht zu unserem vielseitigen Engagement für den Naturschutz. Wir schaffen Storchennester, Blüh- und Obstbaumwiesen sowie Benjeshecken und veranstalten Pflanzaktionen, um etwas für die Tier- und Pflanzenwelt zu tun. Dann können wir keine Osterfeuer mehr abbrennen“, sagte der Vereinsvorsitzende Frank Zahn.

Dieses Jahr werde Ostern erst Ende April gefeiert, wenn zum Beispiel viele Vögel bereits brüteten, die dafür auch die Totholzhaufen nutzten. Gelege wolle man – angesichts des Vogelsterbens – nicht zerstören. Wachsende Auflagen für Osterfeuer und die mit Müll verunreinigten Anlieferungen von Strauchschnitt täten das Übrige. Diese Absage hatte in der Region und den sozialen Netzwerken hohe Wellen geschlagen.

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Schade ums Brauchtum

„Es ist eine Einzelentscheidung, aber es ist schade um das Brauchtum“, kommentierte Heimatvereinsvorsitzender Tabeling den Entschluss der Apener. Das Osterfeuer sei ein Event, das Menschen zusammenführe, und die Integration in den Kommunen stärke.

Um die negativen Begleiterscheinungen für die Umwelt so klein wie möglich zu halten, sei bereits eine Menge getan worden. „Die Behörden haben die Zahl der Feuer sehr stark eingeschränkt, so dass nicht jeder kleine Feuer machen kann, sondern es nur noch große gibt“, so Tabeling.

Zudem kontrollierten – so Tabeling weiter – Heimatverein Cloppenburg und Ortsverein Vahren bei der Anlieferung, dass keine Schadstoffe zwischen dem Gehölz seien. Angenommen würden nur Sträucher und Baumschnitt, die keine Schadstoffe freisetzten. Baumstümpfe oder Bauholz mit Nägeln oder Bandeisen würden nicht gebraucht. Die Leute wüssten das und würden auch selbst darauf achten.

Dass die Anhäufung von Ast- und Strauchwerk einer Einladung für Tiere und Insekten gleicht, weiß auch Tabeling. Deswegen dürfen nur am Tag vorher, Samstag, 20. April, Äste, Sträucher und Ähnliches zum Osterfeuerplatz gebracht werden. „So wird gewährleistet, dass kein Tier gefährdet wird“, so Tabeling. Bereits seit 30 Jahren organisierten der Heimatverein und der Ortsverein Vahren das Osterfeuer am Galgenmoor. Es findet auf dem Acker eines Landwirts statt. Die Fläche werde immer gewechselt, um den Boden nicht zu stark zu belasten.

Leben mit der Natur

In Bezug auf den CO²-Ausstoß beim Abbrennen des Osterfeuers ist Tabeling allerdings in einem gewissen Zwiespalt: „Ich bin Jahrgang 1942. Ich habe mein Leben in und mit der Natur verbracht. Land-, Forst- und Fischwirtschaft war mein Leben“, sagt der Fischwirtschaftsmeister. Das sei das eine Herz, dass in seiner Brust schlage. Das andere sei der Heimatverein und die Brauchtumspflege.

CO²-Ausstoß und Feinstaub könnten beim Brennen in Grenzen gehalten werde, wenn das Strauchgut komprimiert und gezielt angezündet werde. „Eben kurzes fachliches Abbrennen.“

Worauf sich die Besucher beim diesjährigen Osterfeuer am Galgenmoor freuen können, verrät Tabeling schon jetzt: Es werden unter anderem Bratwürste und Getränke angeboten, es wird gemeinsam musiziert. „Eben ein Fest für die Gemeinschaft und keine Discofete“, so Tabeling.


     www.heimatverein-cloppenburg.de 
Soeke Heykes Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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