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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Spälkoppel Scharrel: Die Aufregung fällt mit dem Vorhang

26.11.2014

Scharrel Es ist kurz nach 19 Uhr. Zahlreiche Gäste trudeln nach und nach in das Bonifatiushaus in Scharrel ein, nehmen auf einem der Stühle platz oder gehen zur Theke, um sich ein Getränk zu bestellen und mit Bekannten einen Plausch zu halten. Rechts neben der Theke unterhält Heini Auts die Besucher mit seinem Akkordeon. Während die Theatergäste vor der Bühne auf den Beginn der Vorstellung warten, werden die Schauspieler der Spälkoppel Scharrel hinter der Bühne langsam nervös. Denn um Punkt 19.30 Uhr hebt sich der Vorhang für die plattdeutsche Komödie „So een Tyrann“.

Schminken und frisieren

In der Maske ist Kerstin Hesenius gerade dabei, die Haare von Veronika Pörschke zu frisieren. Sie wird gleich als Bürgermeister-Tochter Lisa auf die Bühne treten. In diesem Raum werden die Schauspieler nicht nur geschminkt und frisiert. Hier ziehen sie sich um und halten sich auf, wenn sie gerade nicht spielen.

Einen Raum weiter sitzen Michael Schade und Tobias Janßen an einem Tisch und überprüfen noch einmal die Technik, damit während der Vorstellung auch alles reibungslos klappt. Eine Kamera überträgt das, was später auf der Bühne passiert, auf den Fernseher in dem Raum. So wissen die Beiden genau, wann sie bestimmte Schalter drücken müssen. „Wir haben Taster, die mit Funk funktionieren“, erklärt Michael Schade. Mit diesen wird das Licht auf der Bühne an- und ausgeschaltet und der Vorhang auf- und zugezogen. Vom Technikraum aus sollen später auch Schauspieler auf der Bühne angerufen werden.

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Die Übertragung per Kamera ist schon eine Arbeitserleichterung. „Früher gab es noch ein Guckloch“, sagt Spielleiterin Margret Göken. Seinerzeit habe man das gebraucht, um die Szenerie auf der Bühne zu beobachten, erklärt Michael Schade. Dies war nötig, damit man im richtigen Moment zum Beispiel Musik einspielen konnte. Dafür habe man einen Kassettenrekorder benutzt. „Das war früher ein riesen Aufwand, einen Kassettenrekorder mit Sekundenanzeige zu finden“, sagt Michael Schade und lacht. Für das leibliche Wohl der Gruppe während und nach der Vorführung sorgt das Spälkoppel-Team selber mit Essen und Getränken. Die Verpflegung gibt es ebenfalls im Raum mit dem Fernseher.

Noch zwei Termine

Nächste Aufführungen: Freitag, 28. November, und am Sonnabend, 29. November, jeweils 19.30 Uhr im Bonifatiushaus. Karten gibt es in der Postfiliale im Raiffeisenmarkt.

Weitere Mitwirkende: Brigitte Oltmann, Robert Werner, Ansgar Dockmann, Joachim Oltmann, Andreas Bischoff, Matthias Pörschke, Conrad Awick

Langsam nähert sich der Beginn der Aufführung. Die größte Sprechrolle hat Heinrich Pörschke. Er spielt den Bürgermeister und Tyrannen Albert Babel, der fast durchgängig auf der Bühne steht. Aber nicht nur ihm, sondern allen am Stück Beteiligten ist die Aufregung mittlerweile anzusehen.

Ritual wünscht Glück

Dann kommt das Ritual. Die Mitglieder der „Spälkoppel“ umarmen sich – immer über die linke Schulter – und wünschen sich gegenseitig „Toi, toi, toi“. Jetzt nimmt noch Souffleuse Maria Auts in ihrer Flüsterbox Platz. Sie kommt zum Einsatz, falls einer der Schauspieler seinen Text vergessen sollte. Dann geht es los.

Als erstes tritt Margret Göken vor die Bühne. Sie begrüßt die Besucher und wünscht ihnen viel Spaß. Dann drückt Tobias Janßen auf den Knopf. Der Vorhang öffnet sich. Die Besucher spenden Applaus. Heinrich Pörschke tritt auf die Bühne, nach einer Weile folgt Putzfrau Rosalinde (Heike Büter-Block). Drei Türen zur Bühne gibt es. Neben jeder hängt ein Textbuch. Zur Sicherheit.

Licht aus. Vorhang zu.

Michael Schade und Tobias Janßen verfolgen anhand von Textbuch und Fernseher, wann sie zum Einsatz kommen müssen. Eine witzige Szene. Das Publikum lacht.

Während einige Schauspieler spielen, bereitet sich Michael Hilwers auf seinen Auftritt als Scheich vor. Dafür muss er in die Maske. Kerstin Hesenius wird wieder tätig. Kurz vor Ende des ersten Aktes ist sein Auftritt. Dann folgt nach einer Stunde Spielzeit die erste Pause. Tobias Janßen drückt wieder auf die Taster. Licht aus. Vorhang zu. Kurzes Durchatmen und dann kommt der nächste Akt.

Nach insgesamt drei Akten haben es alle geschafft und werden mit reichlich Applaus belohnt. Spielleiterin Margret Göken ist zufrieden. Alles ist reibungslos verlaufen. Und auch der Rest der Gruppe wird ruhiger. Denn: „Die Aufregung fällt erst, wenn der Vorhang zu ist“, sagt Michael Schade.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-muensterland 
Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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