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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Historie: Die Spuren des „anderen“ Bösel

07.05.2016

Bösel „Bei den Euromusiktagen 1986 kam es zu einer kuriosen Situation“, berichtet der damalige Bürgermeister Gerd Höffmann. „Mir wurden sechs Böseler vorgestellt und ich sollte bei jedem sagen, ob ich ihn kenne“, schildert der heute 73-Jährige. Es habe ihn stutzig gemacht, dass er niemanden identifizieren konnte – kannte er doch so gut wie jeden aus der Gemeinde Bösel. Es stellte sich heraus, dass diese Böseler aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg angereist waren. So entstand ein erster Kontakt zwischen den Namensvettern.

Der Einladung in den Ortsteil Bösel der Stadt Lüchow folgten Gerd Höffmann und die Big Band Bösel gerne. Im Jahr 1987 machte sich die Delegation erstmals auf den Weg in den fünf Kilometer von der innerdeutschen Grenze gelegenen Ort. „Das war eine spannende Reise“, erinnert sich Gerd Höffmann. Denn: nicht jeder durfte einfach so ins Grenzgebiet fahren.

Für die Bewohner aus „Bösel Ost“ gehörte das Leben in Grenznähe zum Alltag. Den lernten die Besucher aus „Bösel West“ in den Gastfamilien kennen. „Bösel ist ein altes Bauerndorf. Dort gibt es wunderbare Bauernhöfe“, schwärmt Gerd Höffmann.

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Heute würden sich in Bösel in Lüchow-Dannenberg nur noch vier bäuerliche Betriebe befinden, berichtet Hans-Joachim Beyer, Ortsvertrauensmann in Bösel. In dem 430-Seelen-Ort gebe es großzügig angelegte Straßen und Kastanienalleen sowie einige Prachtvillen, die um 1900 gebaut wurden sowie zweigeschossige Klinkerhäuser. Mitten im Dorf steht die St.-Georg-Kirche.

Um ihren Namensgeber zu ehren, wurde an einem Wochenende um den Georgstag ein großes Fest gefeiert, das „Buerbeerfest“. An diesem nahmen auch die Böseler 1987 aus dem Kreis Cloppenburg teil. Auf liebevoll dekorierten Wagen und in kunterbunten Kostümen ziehen die Anwohner bis heute ein Mal im Jahr durch ihr Dorf. „Die ganzen Damen und Herren auf den Wagen waren ein toller Anblick“, findet Gerd Höffmann. „Paschas Liebeslaube“ mit den Bauchtänzerinnen machte schon einiges her. Wochenlang hatten die Böseler daran gearbeitet, ihre Wagen in ein Spielcasino oder einen Märchenwald zu verwandeln.

Der Höhepunkt des Festes war für die Böseler jedoch nicht der Umzug, sondern der Auftritt der 35-köpfigen Big Band unter Leitung von Erwin Höffmann. „Es war eine große Bühne aufgebaut. Es kam enorm viel Publikum – vor allem viele junge Leute“, erinnert sich der Lüchower Ratsherr Hans-Joachim Beyer. Für ihn waren das „gute Jahre“. Denn: die Namensvetter kamen aufgrund des großen Erfolgs im Jahr 1989 wieder. Auch im Jahr 1996 war Gerd Höffmann noch einmal da. In den Jahren wurden einige persönliche Beziehungen geknüpft. „Ich wollte in diesem Jahr eigentlich wieder dorthin reisen, doch es ging gesundheitlich nicht“, so Gerd Höffmann.

Nachdem die Stadt Dippoldiswalde, liebevoll auch „Dipps“ genannt, am 8. September 1990 Bösels Partnerstadt wurde, haben sich die Böseler auf diese Partnerschaft konzentriert. Doch die schönen Erinnerungen an die gegenseitigen Besuche der zwei Bösels bleiben.

Anna Lisa Oehlmann Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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