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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Kirche: Ein stiller Helfer der Freude

09.01.2017

Harkebrügge Pfarrer em. Johannes Brinkmann aus Barßel hat am Freitag in der St. Marienkirche in Harkebrügge, wo er 40 Jahre seelsorgerisch gewirkt hat, zusammen mit vielen Gläubigen sein 50-jähriges Priesterjubiläum gefeiert. Mit dem Jubilar standen unter anderem Pfarrer Ludger Becker sowie Barßels ehemaliger Pfarrer em. Hermann Bergmann, Dechant Michael Borth, Pfarrer Paul Horst und weitere Geistliche der umliegenden Gemeinden am Altar.

Musikalisch untermalten der Gesangverein „Harmonia“ Harkebrügge sowie Andrea Kuper (Querflöte) und Manfred Englisch an der Orgel den Gottesdienst. Rund 400 Gläubige, darunter die Verwandtschaft, zahlreiche Mitarbeiter, Wegbegleiter, Gremien- und Verbandsvertreter sowie Fahnenabordnungen der Vereine, nahmen daran teil.

„In all den Jahren gehörten Sie zu den Stillen. Sie machten nie viel Aufhebens um Ihre Person und erfüllten Ihre Aufgabe als Seelsorger äußerst zuverlässig und in Bescheidenheit“, meinte Dechant Borth. Pfarrer Brinkmann habe den Wandel in der Kirche mitgemacht. In seine Priesterzeit fiel auch die Zusammenlegung der drei Kirchengemeinden Barßel, Harkebrügge und Elisabethfehn zu St. Ansgar.

Über den Jubilar

Im Jahre 1967 wurde Johannes Brinkmann zum Priester geweiht. Er arbeitete zunächst als Vikar und Kaplan in Osterfeine, Visbek, Lindern, St. Georg Vechta und Dinklage, bevor er 1977 Pfarrer in St. Marien Harkebrügge wurde, einer Gemeinde mit rund 1500 Gläubigen im Norden des Dekanats Friesoythe.

Bis zur Fusion mit Elisabethfehn und Barßel 2006 wirkte Brinkmann als leitender Pfarrer. Bis zu seiner Emeritierung versah er dort seinen Pfarrerdienst als Vicarius Cooperator.

„Pfarrer Brinkmann steht nicht gerne im Mittelpunkt. Er liebt keine Lobhudelei. Um seine Person macht er nicht viel Aufhebens“, sagte Pfarrer Becker. „Er hat der Kirche treu gedient und sich der Verantwortung gestellt – in den Kaplansjahren und seit 1977 in St. Marien Harkebrügge und seit 2006 in St. Ansgar.“ Ein großer Einschnitt im Leben sei für den Jubilar sicherlich der Umzug von seinem geliebten Harkebrügge nach Barßel gewesen.

Er dankte Brinkmann für seinen priesterlichen Dienst und erinnerte an sein Primizwort: „Wir wollen nicht Herren über euren Glauben sein, sondern wir sind Helfer eurer Freude“. „Helfer der Freude, aber auch Begleiter in schweren Stunden warst Du“, richtete sich Becker an den Jubilar.

„Sie waren für viele Menschen in unserer Gemeinde Wegbegleiter, ein Stück Heimat und prägend für ihren persönlichen Glaubensweg“, gratulierte die Vorsitzende des Pfarreirates, Maria Sasse, beim Empfang im Pfarrheim. Er sei kein Lautsprecher gewesen, aber auch kein Leisetreter, umschrieb Bürgermeister Nils Anhuth den Jubilar. „Ein Priester mit klarer Aussage“, so Anhuth.

Der Jubilar verzichtete auf persönliche Geschenke und bat dafür um eine Spende für seinen Priesterfreund Don Marjan Uka Kravaseri aus dem Kosovo. Brinkmann bedankte sich für die netten Worte und war überwältigt von den vielen Glückwünschen und dem Empfang im Pfarrheim mit musikalischer Begleitung des örtlichen Musikvereins. „Ich bin gerne Pfarrer in Harkebrügge gewesen und auch heute noch verbunden mit der Dorfgemeinschaft, auch wenn ich jetzt in Barßel wohne“, sagte er.

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