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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Medizin: Eingeweidebrüche häufig ernste medizinische Notfälle

24.07.2013

Cloppenburg Mehr als 350 000-mal pro Jahr werden in Deutschland Patienten mit Eingeweidebrüchen, zu denen auch Leisten- und Nabelbrüche zählen, im Krankenhaus operiert. Die als Hernien bezeichneten Ausbrüche von Eingeweiden aus der Bauchhöhle durch die tragenden Bauchwandschichten sind nicht selten ernste medizinische Notfälle.

In der Operation von Eingeweidebrüchen besonders erfahrene Chirurgen arbeiten daher gemeinsam an besonderen Qualitätsstandards. Auch am St.-Josefs-Hospital Cloppenburg werden die verschiedenen operativen Techniken ständig weiterentwickelt und die Ergebnisse dokumentiert. Deren Allgemein- und Viszeralchirurgie wurde nun in ihren Bemühungen bestätigt: Die Deutsche Herniengesellschaft verlieh der Klinik in diesem Jahr das Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“.

Das Auftreten eines Eingeweidebruchs kommt für den Patienten fast immer überraschend. Häufig ist eine Schwachstelle in der Wandung der Bauchhöhle der Grund für die nicht zwingend mit Schmerzen verbundene Komplikation. Wenn Baucheingeweide wie beispielsweise Darmschlingen in die „Bruchsack“ genannte, beutelartige Vorwölbung eintreten, besteht prinzipiell die Gefahr von Einklemmung und lebensgefährlicher Strangulation der inneren Organe.

Operation ratsam

Aus diesem Grund sollte bei jedem Eingeweidebruch frühzeitig die operative Behandlung angestrebt werden. In vielen Fällen kann der Chirurg den Bruch direkt mit einer Naht verschließen, oft wird auch ein Kunststoffnetz zur Stabilisierung der Bauchwand eingesetzt.

Obwohl die Eingriffe bundesweit relativ häufig vorgenommen werden, sind die Ergebnisse nicht immer zufriedenstellend. Die Rückfallraten und die Rate chronischer Schmerzen nach der Operation von Leistenbrüchen liegen beispielsweise bei mehr als zehn Prozent.

Behandlung verbessern

Die in der gemeinnützigen Gesellschaft Herniamed zusammengeschlossenen Chirurgen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Behandlungsergebnisse nachhaltig zu verbessern. Zu diesem Zweck werden die Angaben von Patienten mit Eingeweidebrüchen, die Erfahrungen aus den Operationen und die Dokumentation der Fälle zusammengeführt und über einen Zeitraum von zehn Jahren systematisch überprüft.

Der Cloppenburger Chefarzt Dr. Hans-Günther Hempen und dessen Kollegen haben sich dem Projekt angeschlossen und liefern Daten für die wissenschaftliche Auswertung. Hierbei verweist der Chirurg auf positive Erfahrungen im europäischen Ausland: „Wissenschaftliche Untersuchungen in Skandinavien haben gezeigt, dass die Dokumentation und die damit verbundene Qualitätssicherung die Behandlung von Eingeweidebrüchen nachhaltig verbessern kann.“

Eine Steigerung der chirurgischen Qualität sei nur über eine langfristige Erfassung von Operationsergebnissen zu erreichen. „Durch diesen Ansatz gehen keine Erkenntnisse verloren. Gleichzeitig zeigen wir unseren Patienten, dass wir die Qualitätssicherung ernst nehmen“, argumentiert Hempen.

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