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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Eisen glühen für den Frieden

09.05.2015

Friesoythe Schon von Weitem ist am Freitag zu hören, wie Hämmer auf heißes Eisen schlagen. Und schon von Weitem steigt einem der Geruch von Feuer in die Nase. Auf dem Schmiedegelände von Alfred Bullermann sind er und weitere Schmiede gerade dabei, Nägel für den Frieden zu schmieden. Und das genau an dem Tag, als vor 70 Jahren der Zweite Weltkrieg endete. Mittendrin ist der Schauspieler und gute Freund Bullermanns, Heinz Hoenig. Auch er greift zum Hammer. Jedes Mal, bevor die symbolische Friedenstaube in den Kopf des Nagels geschlagen wird, ertönt der Ruf „Frieden!“.

Sensible Angelegenheit

Am Freitag hat in Friesoythe der Auftakt des Projektes „Schmieden für den Weltrieden“ stattgefunden. Wie berichtet, hatten dieses Hoenig und Bullermann zusammen initiiert. Beide teilen sich einen Amboss mit dem Schmied und Gestalter Tom Carstens aus Degerndorf beim Starnberger See sowie Otto Tameling, der bei Bullermanns Vater das Schmieden gelernt hat. „Ich habe Betriebsschlosser gelernt“, nennt Hoenig einen Grund dafür, dass er die Schläge mit dem Hammer so präzise ausführen kann. „Schmieden ist eine sensible Angelegenheit“, sagt er.

Auf dem Gelände sind auch zehn befreundete Schmiede dabei, Nägel herzustellen. So zum Beispiel Hufschmied Björn Tangemann aus Elisabethfehn mit seinem Gesellen Björn Schwenk. „Wir unterstützen Alfred immer bei seinen Projekten. Er hat uns angesprochen, und wir haben sofort zugesagt“, sagt Tangemann.

Auch für den Messer- und Schwertschmied Jannis Scholz aus Friesoythe sei es „selbstverständlich“, dass er mitmache. Oliver Barth ist zusammen mit seinem Sohn Konstantin aus Harsefeld (Landkreis Stade) angereist.

Er habe die Gruppe der Schmiede bewusst klein gehalten, sagt Bullermann. „Das Projekt soll dann ja bei Kollegen auf der ganzen Welt weitergeführt werden.“ So hätten bereits Schmiedekollegen aus Luxemburg, Holland und Amerika Stempel mit der Friedenstaube geordert, sagt er, während einige Schaulustige Fotos schießen.

Aus Lünen in Nordrhein-Westfalen sind Ernst und seine Frau Marianne Faerber angereist. Die beiden hätten in einer Zeitung vom Projekt erfahren und es sich ansehen wollen. Der 83-Jährige sagt, er habe selber Schmied gelernt.

Ein guter Startschuss

Bullermann und Hoenig sprechen von einem gelungenen Auftakt der Aktion. Es sei ein guter Startschuss, gerade am 8. Mai, sagt der Schauspieler. Und er habe Vertrauen in die Zukunft des Projektes, denn es gebe sehr viele Schmiede auf der Welt. „Es wird eine Kommunikation entstehen. Wir werden nach außen künftig überall sagen, wie gut es uns geht“, sagt Hoenig mit Blick auf den Hintergrund der Aktion. Dessen solle man sich bewusst werden. Er würde sich freuen, wenn die Prominenten, die schmieden, auch einen kleinen Obolus geben würden – für Menschen, die „nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen“.

Die nächste Schmiedeaktion für den Frieden ist vom 16. bis 18. Juli am Starnberger See geplant. Auch dort, so Bullermann, sollen sich Prominente aus der Umgebung beteiligen. Und auch beim Eisenfest in Friesoythe könne er sich vorstellen, mit Promis aus der Region zu schmieden. Hoenig will zu den Aktionen prominente Freunde einladen. Später soll aus den Nägeln eventuell eine große Skulptur entstehen.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-muensterland 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/cloppenburg 
Video

Tanja Mikulski
Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2902

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