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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Gotteshaus mit neuer musikalischer Kraft

08.05.2018

Elisabethfehn Das Singen wird den Gläubigen in Elisabethfehn jetzt mehr Spaß machen. Denn seit Sonntag verfügt die katholische Kirche St. Elisabeth wieder über eine funktionstüchtige Orgel. Das alte Instrument aus den 1920er Jahren war zu wartungsanfällig geworden. Zudem war seine Position im Turm der Kirche klimatisch ungünstig. Die neue Orgel, die Weihbischof Wilfried Theising im Rahmen eines Festgottesdienstes einweihte, ist kein neues Instrument. Gebaut wurde sie 1954 für die evangelische Kirche in Hilchenbach (Kreis Siegen-Wittgenstein). Diese Kirche ist inzwischen abgerissen.

„Vielleicht haben einige von Ihnen gedacht, die alte Orgel würde es auch noch tun und dafür Geld auszugeben ist nicht nötig“, sagte Theising in seiner Predigt. „Es ist aber eine gute Entscheidung gewesen und Sie werden sehen, dass Sie damit besser singen und Liturgie feiern können.“ Auch angesichts rückläufiger Kirchenbesucherzahlen dürfe man nicht resignieren, sondern müsse optimistisch nach vorne schauen. Die Entscheidung für eine neue Orgel sei ein Blick in die Zukunft. „Sie machen damit deutlich, dass Sie diesen Kirchenstandort lebendig halten und hier weiterhin Liturgie feiern wollen. Wer singt, betet doppelt“, versicherte der Weihbischof.

Nachdem Theising die Orgel mit Weihwasser und Weihrauch eingeweiht hatte, verließ Organist Hermann Schomberg sein E-Piano im Chorraum und wechselte auf den Orgelboden. Jetzt konnten alle Gläubigen den vollen Klang des Instruments hören. Diese Orgel, die die Firma Schomberg aus Kamperfehn aufgestellt hat, ist im Gegensatz zur alten rein mechanisch. Mit ihren 20 Registern und 2 Manualen, erklärte Orgelbaumeister Willehard Schomberg, werde sie die Kirche an ihrer neuen Position auf dem Orgelboden besser mit Klang erfüllen als die alte. Ein Teil der fast 1500 Pfeifen, das sogenannte Rückpositiv, schalle direkt in den Kirchenraum. „Die Orgel hat einen sehr kräftigen Klang“, zeigte sich auch der Vater des Orgelbauers, Organist Hermann Schomberg, zufrieden.

Der Kaufpreis der gebrauchten Orgel betrug 18 500 Euro. Hinzu kommen 32 500 Euro für den Ab- und Wiedereinbau. „Weitere Spenden sind jederzeit willkommen“, sagte Pfarrer Ludger Becker.

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