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NWZonline.de Region Cloppenburg Kultur

Klimaschutz In Elisabethfehn: Blühstreifen neben den Gräbern

19.02.2020

Elisabethfehn Stiefmütterchen oder Margeriten. Auf zahlreichen Friedhöfen in der Region findet man diese Pflanzen – sie gelten schon fast als typisch. Aber warum eigentlich? Das fragt sich auch Thomas Perzul, Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Elisabethfehn. „Der Natur bringen solche Friedhofspflanzen nicht viel. Und gerade für Insekten spielen sie keine Rolle“, sagt der Geistliche. So soll sich das Bild der Friedhöfe in Elisabethfehn und auch in Reekenfeld bald ändern – die Kirchengemeinde will den „naturnahen Friedhof“ schaffen.

Im Rahmen der „Sustainable Development Goals“, also der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, haben sich im Kirchenkreis Ammerland zwei Arbeitsgruppen gebildet – eine beschäftigt sich mit Plastikmüll und Plastikvermeidung. Diese findet vor allem in Rastede und Wiefelstede Zulauf. In Elisabethfehn will sich eine anderen Arbeitsgruppe für den naturnahen Friedhof einsetzen. „Wir wollen, dass sich bei den Gemeindemitgliedern ein anderes Bewusstsein für die Natur entwickelt und so auch neuer Lebensraum für Insekten geschaffen wird“, sagt Sylvia Niehoff, die mit rund zehn weiteren Gemeindemitgliedern der neuen AG angehört.

Unter anderem sollen freie Flächen zwischen den Gräbern bepflanzt werden. Gleichzeitig sollen aber auch die Gemeindemitglieder selber aktiv werden. „Sei es auf den Gräbern direkt oder auch Zuhause – jeder kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem er einen Blühstreifen statt einen Steingarten im Vorgarten anlegt“, so Niehoff weiter. Eine erste gemeinsame Pflanzaktion der Gemeinde hat schon im September auf dem Friedhof in Reekenfeld stattgefunden.

Doch welche Pflanzen eignen sich denn besonders für den naturnahen Friedhof? Auch da gibt die AG gerne Tipps. Im Blumenbeet oder auf der Grabstelle sollte eine arten- und sortenreiche Gestaltung gewählt werden. Blumen und Stauden, die das ganze Jahr blühen, bieten sich an. Für Bienen eignen sich Astern, Sonnenblumen, ungefüllte Dahlien und Malvenarten. Die Hummel freut sich über Rittersporn, Eisenhut und Löwenmaul, und Wildbienen sind mit Natternkopf, Schafgarbe oder dem scharfen Hahnenfuß glücklich.

Alle Informationen zur AG sollen auf einem Flyer veröffentlicht werden. Gleichzeitig lädt die Kirchengemeinde am Dienstag, 3. März, um 19 Uhr zu einem Informationsabend in das Martin-Luther-Haus ein. Dort wird Susanne Grube vom BUND referieren.

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Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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